Open Air Kurkonzert in Heimbach

Durch ihre Szenerie von Wasser und Wald, Bergen und Tälern wurde die Stadt Heimbach ein bedeutender Fremdenverkehrs- und Luftkurort am Zugang zur Rurtalspere Schwammenauel. Den Mittelpunkt bildet die restaurierte Burg Hengebach auf dem zur Rur abfallenden Burgfelsen, um den sich der Ort malerisch ausbreitet. Heimbach hat sich in den letzten Jahrzehnten, in unserer hektischen, leistungsorientierten Weit, zu einer Oase der Stille und Erholung gemausert. Zwischen dem Flußlauf der Rur und dem Berghang des Kermeter liegt der gut gepflegte Kurpark mit seinem Musikpavillion. Hier werden zu Sommerzeit und zur Erbauung der Gäste Kurkonzerte abgehalten.

Schon zum vierten Mal waren die Sänger nach Heimbach angereist (1997 mußte wegen mangelnden Interesses einzelner Sänger abgesagt werden). Nachdem sich der Nebel aufgelöst hatte, kam die Sonne zum Vorschein. Aber im Schatten der alten Bäume war es noch empfindlich kalt, so daß die zahlreichen Gäste, die sich erfreulicherweise eingefunden hatten, die Stühle zur Sonnenseite rückten.
Pünktlich um 11:00 konnte das Kurkonzert mit dem Muntermacher „Frei-weg-Marsch”, begleitet am Klavier von Udo Greuel, begonnen werden. Moderator Sonntag, den 23.07.2000 Alfred Brell präsentierte im Laufe der Veranstaltung nicht nur die Mitwirkenden auf charmante Weise, sondern plauderte auch fachkundig und kurzweilig über die einzelnen Chorvorträge, stets mit einer Prise Humor gewürzt. Das nachfolgende Programm hatte unser bewährter Chorleiter Heinz Sistig wiederum ausgesucht und zusammengestellt. Anspruchsvoller Chorgesang wechselte mit Liebes-, Volks- und Trinkliedern, sowie mit nationaler und internationaler Folklore (siehe Programm). Die Besucher ließen sich jedenfalls vom Zauber dieser Chormusik einfangen.

Lfd.TitelTextMusikBarbeitung
1Frei wegmit KlavierbegleitungC. Lantaan
2Das MorgenrotDr. K. HofmannRobert Pracht
3Im Abendrotmit KlavierbegeleitungC. Lappe
4Liebeslied für LuH. Haubrich/ W. Heinrichs
5Kleine Barke
6SchifferliedF. Silcher
7Abend im GebirgeBernd v. KampenA. Benedetti Michelangeli
8Slowenischer Weinstraußmit SolostimmeVolksliedWalter PappertWalter Pappert
9Swanee RibberLudwig AndersenStephen FosterPaul Zoll
10Das Rennsteig-LiedKarl MüllerHerbert RothHeinz Buchold
11Aus der Traube in dieTonneTheobald KemerKurt Lissmann
12Herr WirtErich BehrensFritz Ihlau
13Lieder so schön wie der Norden
14MGV ConcordiaSatz: W. Dies
15Wir wollen zu Land ausfahrenHjalmar KutzlebKurt von BurkersrodaWalter Höfling
16Wir kamen einst von PiemontHeinz Buchold
17Heia Safarimit AkkordeonA. AschenbornRobert GötzWalter Höfling
18Das ist die Liebe der Matrosenmit KlavierbegeleitungBearb.: W. Parten
19O BootsmannHannes KraftBernhard Weber
20Finster war die Nacht mit Akkordeonmit AkkordeonShanty Richmann/ Davis
21Das Gorch Fock-Liedmit AkkordeonT. Gilkysan, F. Miller, R. Dehr
22Doswidanyamit PlaybackSatz K.-H. Steinfeld
23Ein kleines MalheurFranz WildtFranz Wildt
24Im WeinkellerRobert PappertRobert Pappert
25Die Seen im Land der Berge
26Grüß’ mir dıe Reben, Vater RheinRaban SylviusHermann Sonnet

Nach dem ersten Teil des Konzertes wurde eine zehnminütigen Pause angesagt. die dazu diente, daß die Sänger sich ihre stark strapazierten Kehlen mit einem Gläschen Wein oder Mineralwasser befeuchten konnten, Mittlerweile war der Andrang der Besucher so angewachsen, daß noch Stühle bereitgestellt werden mußten.

Mit dem Bläck-Fööss-Lied „MGV Concordia“” begann der zweite Teil des anderthalbstündigen Open-air-Konzertes. Für diesen Vortrag bedankte sich das Publikum mit lautstarkem Applaus. Es folgten nun die im oben abgedruckten Programm aufgeführten Lieder. Begeisterter bis stürmischer Applaus der aufmerksamen Zuhörer war der Lohn dieser Darbietungen. Mit dem russischen Lied „Doswidanja heißt Auf Wiedersehn“ wollte der Chor sein Freiluft-Konzert, das aus Chorsätzen verschiedener Epochen bis hin zu zeitgenössischen Werken bestand, beenden, aber das begeisterte Auditorium bestand noch auf einer Zugabe, die es lautstark forderte. Dieser Bitte wurde natürlich gerne stattgegeben, und es kam noch ein lustiges Liedchen mit dem verheißungsvollen Titel „Ein kleines Malheur“ zu Gehör.

Resümee
Mit diesem Konzert bewies der Chor wieder einmal, daß er aus der hiesigen, vielschichtigen und traditionsreichen Kultur- und Musikszene nicht mehr wegzudenken ist. Die Sänger überzeugten vor einem begeisterten Publikum mit einem lebendigen und präzise vorgetragenen Programm. Unter der Leitung von Heinz Sistig und der hervorragenden Begleitung von Udo Greuel, sei es am Klavier oder Akkordeon, liefen die Sänger zur Höchstform auf. Diese äußerst angespannte Konzentration des Chores konnte man über die Dauer des ganzen Konzertes beobachten.

Nachtrag
Allmählich verließ die Anspannung die hochmotivierten Sänger, und man konnte nun sehr erfreut zur Tagesordnung übergehen, indem man noch mit Freunden die Sehenswürdigkeiten Heimbachs bei einem Spaziergang bewunderte oder zum Mittagstisch in sich den Speckpfannkuchen, das Rahmschnitzel mit Pfifferlingen oder einen knackigen Salatteller schmecken. Anschließend wurde noch ein Verdauungsspaziergang rund um das Heimbacher Staubecken vollzogen. Der krönende Abschluß bildete danach ein Besuch in dem neuen Cafe “Claudia” in der Hengebachstr. 25, wo ein heißer Cappuccino getrunken oder ein leckeres Eis gegessen wurde. Am späten Sonntagnachmittag gelangte man wieder wohlbehalten in der Heimat an.

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