Allen Unkenrufen zum Trotz gab es wieder einen Theaterabend in Vussem im Musikraum. Carsten Vogel konnte die Gruppe „The Bäm“ gewinnen, ihr neues Theaterstück aufzuführen!
Zehn Jahre The Bäm
Tatsächlich ist es nun schon zehn Jahre her, dass Uschi Gruß die Theatergruppe der evangelischen Kirche in Bad Münstereifel ins Leben rief. Und dieses Jubiläum wird dieses Jahr im Juni und im September mit einem großen Stück gefeiert. Nachdem es im Sommer 22 eine eigens für die Gruppe geschriebene Schneewittchenparodie zu sehen gab und in den letzten beiden Wintern „Hilfe, die Herdmanns kommen“, steht – wie schon einmal 2019 – ein Shakespearestück auf dem Plan.
Auch diesmal geht es mit der Komödie „Was ihr Wollt“ wieder lustig zu:
Viola und ihr Zwillingsbruder Sebastian erleiden Schiffsbruch. Beide denken, den jeweils anderen für immer verloren zu haben. Viola verkleidet sich als Mann und nennt sich Cesario, um dem Herzog Orsino zu dienen. Dies entpuppt sich jedoch schwieriger als gedacht, denn der Herzog ist verliebt in die Gräfin Olivia und Viola/ Cesario soll nun für ihn um sie werben. Dabei gefällt ihr der Herzog selbst sehr gut, wohingegen Olivia schnell Gefallen an Viola/ Cesario findet.
Derweil versucht Olivias Onkel Sir Toby seinen besten Kumpel und Saufkumpanen Sir Christoph mit Olivia zu verkuppeln. Und weil das an Chaos noch nicht genügt, schmieden sie gemeinsam mit Olivias Bediensteten Maria, Fabian und der Närrin Metze noch einen Plan, um sich an dem arroganten Haushofmeister Malvolio für seine Überheblichkeit zu revanchieren.
Nun wäre „The Bäm“ nicht „The Bäm“, wenn sie der Geschichte nicht wieder eine ganz eigene Note verpassen würden und so gibt es unter Anderem eine Hexe und noch andere Überraschungen.
Das Ensemble:
Orsino
(Herzog aus Illyrien)
Matthias Schultze – Florey
Valencia
(Hexe im Gefolge des Herzogs)
Justine Fichtner
Viola/ Cesario
Kathrin Magno
Sebastian
(Zwillingsbruder von Viola)
Valerio Magno
Antonio
(Retter von Sebastian)
Doro Sina-Krüger
Olivia
(eine reiche Gräfin)
Susanna Janssen
Maria
(Olivias Zofe)
Ursula Strickstrock
Sir Toby Rülps
(Olivias Onkel)
Marc Ingenhaag
Sir Christoph Bleichenwang
Jonas Kuley
Fabian
Stefan Münch
Malvolio
(Olivias Haushofmeister)
Valerio Magno
Metze
(Narr)
Uschi Gruß
Priester
Daniel Janssen
Bühnenbau, Technik, Musik & Licht
Steffen Florl
Bühnenumbau
Daniel Janssen
Kostüme:
Kathrin Magno (hat viele der Kostüme selbst geschneidert)
Und sonst: Gefängnisgitter Leihgabe von: Tanzsportverein Palm Beach Girls e. V. aus Euskirchen-Palmersheim / Firma HHKS Einrichtungen und Montageservice Rainer Schwanbeck aus Euskirchen-Palmersheim
Das Team des Heimat- und Geschichtsvereins hat in bewährter Weise für Auf- und Abbau, für Speis und Trank gesorgt! Ein gut gefüllter Saal voll erwartungsvoller Spannung!
Dazu eine Theatertruppe, die professionell mit feinem Witz und manch‘ Überraschung ihr Theaterstück gespielt hat. Die Handlungsstränge waren fein ineinander verwoben und man hatte den Eindruck, die Schauspieler würden sich selbst spielen!
Cesario (Viola) im Liebeskummer!
Viola und Sebastian entdecken, dass beide das Schiffsunglück überlebt haben!
Viola hat ihren geliebten Orsino!
Finale!
Mit donnerndem Applaus wurde die Theatergruppe verabschiedet und mit Vorfreude sehen wir einer neuen Aufführung im nächsten Jahr entgegen.
Der Männergesangverein hat aufgrund seiner Geschichte und der historischen Chronisten umfangreiches Material gesammelt und auch in Festschriften und Jahreszeitschriften veröffentlicht.
Dieses Material insgesamt zu veröffentliche ist umfangreich (z.B Erstausgabe der Zeitschrift des MGV von 2001 – 13 Doppelseiten in drei Spalten) und würde Jahre benötigen. Daher habe ich mich erst einmal auf die wesentlichen Themen (aus meiner Sicht fokussiert).
Vielleicht werde ich die Seiten später als PDF hinterlegen, aber dazu müsste ich alles komplett einscannen und bearbeiten – viel zu tun.
Hut ab vor den Chronisten wie Albert Felser und Albert Wielspütz!
Am Patronatsfest unserer Pfarrpatronin, der Heiligen Margaretha, im Juli 1892, versammelte ein gesangfreudiger und musikbegabter Mann namens Johann Disternich die Vussemer Männer und Jungmänner zu einer Aussprache zwecks Gründung eines Gesangvereins. Er sollte später als langjähriger Vorsitzender des MGV Vussem in die Vereinsgeschichte eingehen. Seine Worte begeisterten die Versammlungsteilnehmer und eine stattliche Anzahl von Männern schloß sich zusammen, um sich dem deutschen Lied zu widmen. Diesen Tag können wir als die eigentliche Geburtsstunde unseres MGV bezeichnen.
Noten zu kaufen war man finanziell nicht in der Lage. Aus dem Nachbarort Holzheim wurden Lieder geliehen, deren Text man abschrieb. Noten hatte nur der Dirigent, der mit Hilfe einer Violine den Stimmgruppen solange ihre Stimme vorspielte, bis sie im Gehör verankert war. Proberaum war die alte Gemeindeschule (heute Keilbergweg 6). Die handgeschriebenen Statuten sind allerdings vom 01. Oktober 1892, somit hatte dann auch durch diese der Verein feste Formen angenommen. Im Paragraphen 1 der Statuten heißt es: Der Verein hat sich hauptsächlich gebildet, um an einem Neubau der Vussemer Kapelle mitzuwirken und den kirchlichen Gesang herbeizuführen, sowie auch die fröhlichen, gemeinschaftlichen Unterhaltungen durch Gesellschaftslieder emporzuheben und dadurch „unanständige Lieder“ zu verbannen.
Die Anschaffung einer Vereinsfahne war gleichzeitig mit sehr hohen Kosten verbunden. Aus diesem Grunde wurde innerhalb des MGV eine Theatergruppe gegründet. „Der Heilige Donatus“ – so hieß das Stück – wurde einstudiert. Mit großem Erfolg wurde das Werk aufgeführt in Münstereifel, in Holzheim zweimal, in Mechernich, in Kallmuth und in Weyer. Der Reinertrag war für die Fahne bestimmt. Im Jahre 1904 war es dann soweit: Im Rahmen eines Sängerfestes wurde die neue Fahne in der Pfarrkirche zu Holzheim von Pfarrer Jansen geweiht. Da die Vereinsfahne dennoch nicht vollends bezahlt werden konnte, bürgte ein Vussemer für den Restbetrg.
Alle Veranstaltungen fanden in der „Schneidmühle“ statt (Lokal am Dorfeingang). Mindestens zweimal im Jahr wurden Sängerfeste besucht.
In der Festschrift des MGV Zingsheim von 1979 wird erwähnt, daß der MGV Vussem schon 1893 an dessen dreijährigem Stiftungsfest teilgenommen hat (also ein Jahr nach seiner Gründung). Ferner wird berichtet, daß der MGV Vussem am 28. Juli 1929 beim 25jährigen Gründungsfest mitgewirkt hat. Dazu muß festgestellt werden, daß der MGV Zingsheim seine Singetätigkeit von 1895 bis 1904 eingestellt hatte (gegr. 1890).
Während der Kriegsjahre 1914 bis 1918 ruhte die Tätigkeit des MGV. Nach dem Kriege standen der Verein und somit seine Leistungen bald wieder in voller Blüte.
Am 23. und 24. Juli 1921 veranstaltete der MGV ein Sängerfest. Das Anzeigen und Unterhaltungsblatt des Kreises Schleiden schrieb hierzu: „Der Gesangverein Vussem hat gehalten, was er versprochen hat. Sein Sängerfest war vom Anfang bis zum Ende ein voller Erfolg. Zur üblichen Zeit zog der Festzug durch den Ort auf die große Festwiese. Dort hatten fleißige Hände eine kleine Naturbühne. Herr Bürgermeister Freericks, Mechernich, leitete dann das Fest mit packenden und herzlichen Worten ein. Nur Worte des Lobes und der Anerkennung waren es, die er dem rührigen veranstaltenden Verein, dessen greisen Vorsitzenden, Herrn Johann Disternich, und dem Dirigenten, Herrn Lehrer Spix, widmete. Möchten seine Worte Wahrheit werden, daß mit der Zeit die ohne Naturnotwendigkeit entstandenen Vergnügungsvereine wieder verschwinden und die Gesang-, Turn- und Sportvereine mehr und mehr an Freunden und Anhängern gewinnen. Und nun reihten sich die Chöre aneinander. Klänge der Freude drangen an des Zuhörers Ohr. Mit der Freude vermischte sich dann ein stiller Schmerz zu sanfter Wehmut. Waren es doch meistens Gesänge, die unserer lieben Eifelheimat galten; Gesänge, deren Text uns alte, Schöne Tage von ehedem – vor dem Kriege – in Erinnerung brachten. Es würde zu weit führen, die Leistungen der einzelnen Vereine zu würdigen. Allen gebührt Lob. Es sangen die Vereine aus Mechernich, Eiserfey, Strempt, Weyer, Lessenich, Roggendorf, Golbach und Münstereifel. Vier Stunden lauschten etwa 300 Festteilnehmer dem Gesange. Alles in allem: Ein wohlgelungenes Fest, das dem Veranstalter alle Ehre macht. Ihm ein kräftiges Sängerheil!“
In den Jahren 1925 bis 1933 waren die Leistungen des Vereins besonders hoch. Zahlenmäßig waren es im Durchschnitt 50 aktive Sänger.
3. Januar 1927: Im Alter von 75 Jahren verstarb Johann Disternich. Auf seine Initiative gründete sich 1892 der Männergesangverein, den er viele Jahre als Präsident und Dirigent vorstand. Das Grundstück (Teilstück), auf dem 1920 der Friedhof angelegt wurde, schenkten die Eheleute Disternich, die ohne Nachkommen blieben, der Gemeinde.
3. Juli 1927: Gleichzeitig mit dem Tag des Patronatsfestes, welches wie üblich mit einem Festgottesdienst und einer Margarethenprozession gefeiert wurde, beging der MGV sein 35. Stiftungsfest. Das Wetter war der Veranstaltung hold. Die gesanglichen Darbietungen der auswärtigen Vereine und der Festzug bildeten die Höhepunkte des harmonisch verlaufenen Festes.
Koblenz 1930
Dirigent war der Lehrer Julius Hody.
1. April 1928: Lehrer Julius Hody wurde nach Aachen versetzt. Er hatte sich, neben der schulischen Tätigkeit, als Dirigent des MGV Anerkennung verschafft. Nachfolger wurde nun der Lehrer Karl Schiffer.
1929: Laut Kassenbuch hatte der MGV 27 aktive Sänger und 6 Ehrenmitglieder zu verzeichnen. Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
Präsident: Hubert Schmidt Stellvertr.: Fritz Dreesen Kassierer: Josef Esser Stellvertr.: Peter Hoffmann Schriftführer: Arnold Dauben Stellvertr.: Bertram Schnichels Fahnenträger: Josef Wielspütz Fahnenoffiziere: Heinz Reinartz und Matthias Theisgen
Der Monatsbeitrag betrug 20 Pfennig. Der Kassenbestand betrug am 01. Januar 1930 146 Mark und 29 Pfennig.
Aktive Sänger waren im Jahre 1929: Hubert Schmidt, Arnold Dauben, Josef Esser, Johann Sistig, Bertram Schnichels, Josef, Johann und Hubert Gülden, Josef Herrmanns, Heinrich Dalboth, Peter Hoffmann, Matthias Theisgen, Fritz, Wilhelm und Matthias Dreesen, Josef und Albert Wielspütz, Philipp Dahmen, Anton Dalboth, Johann Schnichels, Heinz Reinartz, Heinrich Sistig, Heinrich Fischer, Josef Velser, Anton Golbach und Peter Hambach. Ehrenmitglieder waren: Frau Anna Bertram (Schneidmühle), Frau Barbara Disternich, Frau Magdalena Girards, Franz Schneider, Martin Dreesen, Peter Walber (Eiserfey).
In der Zeit von 1938 bis 1949 bestand der MGV nur noch aus wenigen Mitgliedern. Erst 1950 wurde durch den Eifer der alten Mitglieder die Liebe zum deutschen Lied wieder entfacht. Bei der Eröffnungsversammlung am 17. Juni 1950 wurde Herr Josef Luxen aus Vussem gebeten, den Verein in gesanglicher und musikalischer Hinsicht zu führen. Josef Luxen nahm den Posten als Dirigent an mit dem Hinweis keine Vergütung dafür zu erhalten.
Am 13. August 1950 fand dann im Gasthof Schneider eine vorläufige Vorstandswahl statt. Auf der Tagesordnung standen:
a) Wahl des vorläufigen Vorstandes b) Übernahme der Satzung von 1892 c) Aufnahme von Mitgliedern
Es wurden gewählt:
Vorsitzender: Johann Sistig Schriftführer: Josef Hein Kassierer: Alex Wielspütz
Der Vorstand sollte die Geschäfte bis zum 31. Dezember 1950 führen. Am 13. Januar 1951 war dann die Hauptversammlung. Es wurden gewählt;
Ehrenvorsitzender: Johann Sistig Vorsitzender: Josef Hein Schriftführer: Franz-Josef Linden Kassenwart: Alex Wielspütz
5. August 1951 Sängerfest in Sötenich Zum ersten Mal nach dem Krieg nahm der Verein an einem Sängerfest teil. 2 Lieder kamen zum Vortrag: 1. Das schmollende Lieschen (von Franz Wildt) 2. An der Heimat halte fest
Am 05. August verstarb das älteste Vereinsmitglied Josef Gülden. Er war Mitbegründer des MGV.
17. Januar 1952: Beitritt des MGV zum Sängerbund.
3. Februar 1952: Liederabend Zum ersten mal nach dem Kriege trat der Verein vor die Öffentlichkeit unseres Dorfes. Zusammen mit dem MGV Cäcilia Weyer wurde ein Konzert veranstaltet. Josef Luxen führte humoristisch durch das Programm. Die Zuhörer waren begeistert.
18. Mai 1952: Stiftungsfest in Zülpich-Hoven (75 Jahre)
15. Juni 1952: 75jähriges Stiftungsfest in Weyer
22. Juni 1952: 75jähriges Gründungsfest in Satzvey
2. und 3. August 1952: Der MGV feierte sein 60jähriges Gründungsfest mit einem Konzert und einem Sängerfest. Das Konzert gestaltete der MGV in Verbindung mit dem 30 Mann starken Blasorchester aus Essen Altendorf sowie dem Baß-Buffo-Sänger Hermann Lümmer von der Dortmunder Staatsoper. Im vollbesetzten Saale Schneider bot sich dem Zuhörer ein abwechslungsreiches Programm, das mit der „Festmusik“ von Wagner begann. Herrmann Lümmer sang eine Arie aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“. „Frühling in der Toskana“ und der Marsch „Kameradentreue'“ waren die vielumjubelten Beiträge des Blasorchesters. Der MGV unter Leitung von Josef Luxen, einem Sohn des Gründers des Altendorfer Blasorchesters, sang Chöre aus der „Zauberflöte“ und den „Schwur an Wein“. Der 1. Vorsitzende des MGV, Josef Hein, würdigte in seiner Ansprache auch die Verdienste der alten Mitglieder, die als Jubilare ausgezeichnet wurden. Auf eine 50jährige Mitgliedschaft blickten Hubert Schmidt, Hubert Gülden und Johann Sistig zurück. Seit 30 Jahren gehörte Fritz Dreesen dem Verein an. Ebenso bekam Alexander Wielspütz vom Vorsitzenden des Sängerkreises, Max Ulrich aus Sötenich, eine Urkunde für seine 25jährige Sängertätigkeit. Im festlich geschmückten Saal hingen an der Stirnwand die golden leuchtende Jubiläumszahl und eine Lyra. Mehr als 5000 kleine Papierrosen hatten die Mädchen des Dorfes in den erwähnten Saalschmuck geflochten. Als Beauftragter des Festausschusses ergriff Fabrikant Peter Girards das Wort. „Der Schöpfer hat uns ein Organ zur Verständigung gegeben, beim Gesang erfüllt es seinen Zweck auf die schönste Art“, sagte er. Ein festlicher Akt ging vonstatten, als zwei Mädchen des Dorfes eine von den Frauen gestiftete Schleife an die Vereinsfahne hefteten. Der Abend endete mit dem „Triumphmarsch“ aus Verdis Oper „Aida“, den das Blasorchester unter Leitung von Josef Reuber darbot. Der nächste Tag hielt Einzug mit herrlichem Sonnenschein. Um 10.00 Uhr begann das Hochamt, das Kaplan Johann Bertram, ein Sohn des Dorfes, zelebrierte. Mit dem Empfang der auswärtigen Vereine begann das eigentliche Sängerfest. Als Gastvereine waren erschienen die Chöre aus Eiserfey, Weyer, Kalenberg, Gemünd, Mechernich, Zülpich-Hoven, Satzvey, Sötenich und Breitenbenden. Rund 400 Sänger, angeführt vom Altendorfer Blasorchester, machten einen Zug durch den festlich geschmückten Ort. Nach dem Festzug versammelten sich die Sänger und die zahlreich erschienenen Gäste auf der Festwiese von Fräulein Anna Donner, wo jeder Chor zwei Vorträge darbot. Lustige und wehmütige Lieder erklangen und wurden von den Zuhörern mit großem Beifall belohnt. Nach dem Konzert erfreute sich noch jung und alt auf dem Tanzboden, wo bei fröhlicher Stimmung das 60jährige Stiftungsfest endete.
9. und 10. Mai 1953: Ausflug nach Essen Der Verein stand nun wieder in voller Blüte, ein breites Programm zur Auswahl lag vor, das man zu jeder Zeit vortragen konnte. Zahlreiche Sängerfeste wurden besucht, u.a. 100 jähriges Stiftungsfest in Gemünd am 07. Juni 1953, 90jähriges Gründungsfest in Mechernich am 05. Juli 1953 und am 09. August 1953 das Sängerfest in Eiserfey. Doch bald riß die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Firma Girards den Verein auseinander. Der Chronist schreibt u.a.: ’Der überwiegende Teil unserer Mitglieder war bei der Maschinenfabrik P. Girards beschäftigt. Eine große Anzahl wurde entlassen, darunter auch unser Dirigent Josef Luxen, der in seine Heimatstadt Essen wieder zurückkehrte und hier Arbeit fand. Viele fanden in Köln Arbeit und Brot. Da das Treffen bzw. der Probenbesuch mit vielen Unkosten verbunden war, mußte des öfteren die Übungsstunde ausfallen. Bedingt durch die wenigen Proben, die dank der Opferbereitschaft unseres Dirigenten Josef Luxen zustande kamen, konnten wir unser gesangliches Können nicht auf dem gewohnten, höheren Niveau halten.’ Zum Tag des Deutschen Liedes veranstalteten am 27. Juni 1954 die Gesangvereine von Breitenbenden und Vussem einen Liedernachmittag im Garten der Gastwirtschaft „Schneidmühle“ von Fräulein Anna Donner. Nachdem 1954 die Firma Dörries die hiesige Industrie übernommen hatte, wurden die meisten Mitglieder wieder nach und nach ansässig und das Leistungsniveau steigerte sich. Auf den Notenmarkt gelangten nun auch neuzeitliche Chöre, die allen Sängern mehr Freude am Chorgesang gaben. Auch Josef Luxen, Dirigent des MGV, kehrte wieder zurück. Auch er bekam einen Arbeitsplatz bei der Firma Dörries.
Am 1. August 1954 verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit Herr Hubert Gülden im Alter von 73 Jahren. Herr Gülden war 1895 dem damals 3 Jahre alten Chor beigetreten. Er war 59 Jahre Mitglied des MGV und Träger des Goldenen Sängerabzeichens. Am 17. Dezember 1954 wirkte der MGV beim Richtfest der neuen Dorfstraße mit. Die Straßenbaufirma Falter aus Schmidt hatte den Verein zur Mitgestaltung des Festes eingeladen. Mit den Darbietungen vieler froher und heiterer Lieder kam ein schöner Abend zustande. Der Chronist berichtet u.a.: „Die ehrbaren Mitglieder des MGV fand man frühmorgens auf der neuen Dorfstraße. Sie waren nicht fähig, auf Grund des zuviel genossenen, kostenlosen kühlen Nasses, die neue Straße in ihrer Eigenschaft richtig zu gebrauchen.“
Das Jahr 1955 war für den Verein ein träges Jahr. An kulturellen Veranstaltungen hatten wir nichts geboten und bieten können. Die in Dorfe aufkommende Meinung von dem eingeschlafenen Verein konnte nicht dementiert werden. Trotz großer Mühen, die von Seiten des Dirigenten aufgebracht wurden, waren die Proben nur mäßig besucht. Der Fernseher hatte in vielen Häusern Einzug gehalten und hielt die meisten Sänger von den Proben ab. Die einzige auswärtige Veranstaltung, an der der Verein teilnahm, war das Kreissängerfest in Strempt.
Ausflug 27.8.1955 Nürburg
In der Jahreshauptversammlung am 29.01.1956 wurde ein neuer Vorstand gewählt. Der bisherige Vorsitzende Josef Hein und der Schriftführer Franz-Josef Linden legten ihr Amt nieder. Zum l. Vorsitzenden wurde Peter Dreesen gewählt. Schriftführer wurde Helmut Fischer. Kassierer blieb Alex Wielspütz. Nach langer Zeit wurde der 01. Mai von Seiten des Vereins unter reger Beteiligung der Bevölkerung angesungen. Man beteiligte sich am Kreissängerfest in Weyer, sowie an einem Konzertabend in Pesch. 1957: Der Ausflug an die obere Mosel konnte zur Zufriedenheit der Mitfahrenden beendet werden. 1958: Zu den feierlichen Anlässen im Dorf, z.B. 1. Mai, Margarethenfest, Goldene Hochzeit der Eheleute Berners, Geburtstagsständchen des Ehrenpräsidenten Johann Sistig und Totensonntag verschönerte der MGV durch Gesang die Feiern und Festlichkeiten. „Der Vatertag stand ganz im Zeichen der Schluckspechte. Trotz des, strömenden Regens ließen die Sangesbrüder es sich nicht nehmen, sich mit flüssigem Proviant in Marsch zu setzen (Fäßchen Bier auf dem Handwagen). Leider konnte das gesteckte Ziel – Bad Münstereifel – trotz der Kühlung von innen und außen, nicht erreicht werden, da bei Betreten der Ortschaft Nöthen die Beine und Körper mit Gleichgewichtsstörungen zu kämpfen hatten. Doch kamen sämtliche Sänger ohne nennenswerten Zwischenfall und Schaden im Heimathafen wieder an“, schreibt der Chronist.
Die Hauptbelustigung des Jahres 1959 war das Gartenfest bei Fräulein Anna Donner, was mit gutem Freibier, Musik und Gesang sowie einer Kinderbelustigung seinen Lauf nahm. Auch die Erwachsenen waren wie die Kinder und eiferten im Eierlaufen und Eselstreiben, um einen guten Preis zu erhaschen. Die Begeisterung war so groß, daß die meisten Frauen sich die Schuhe auszogen, aber dabei nicht daran gedacht hatten, daß auch ein paar Rindviecher diesen Platz betreten hatten. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, denn einige Strümpfe waren mit dunkelgrüner Masse beschmutzt. Es war ein schöner und erinnerungsreicher Tag und es wurde gefeiert in fröhlicher Runde bis spät in die Nacht.
An Veranstaltungen hatte der Verein das Kreissängerfest in Sötenich, sowie die goldenen Hochzeiten von Hubert Schmidt und Matthias Bertram zu verzeichnen, wo der MGV mit Gesang die Festlichkeiten verschönerte.
22.05.1960: An der festlichen Einweihung der Turnhalle beteiligte sich der MGV.
Am 18. Juni 1960 startete der schon in der Generalversammlung festgelegte Ausflug an die Mosel. Nicht wie sonst wurde dieser Ausflug mit einem alkoholischen Trunk begonnen, sondern mit Baldrian-Tropfen von Herrn Werner Wollenweber. Das meiste dieses Gesöffs qenoß der Dirigent Josef Luxen. Die Folge davon war, daß seine körperliche Verfassung erst Müdigkeit, dann aber eine gewaltige Ansammlung von Kräften war. Außerdem machte ihm der Durst unterwegs schwer zu schaffen. Das einzige vierstimmige Liedchen erklang am Gemündener Maar und endete als ein klägliches Gewimmer ehemaliger Höhlenbewohner. Solisten waren Schuster Pech und Plääte-Bertel. Der Ausflug endete „Im Sänger“ an der Ahr, wo der Dirigent sein letztes Gastspiel des Tages gab.
Ausflug zum Gemünder Maar 1960
Zwei fröhliche Auftritte hatte der MGV bei der Hochzeit von Josef Luxen und Fritz Pütz. Der MGV beklagte in diesem Jahr den Heimgang des Ehrenmitgliedes Franz Schneider und des Sangesbruders Karl Dalbenden.
Das Jahr 1961 konnte nicht viel an Schönem bringen. Am 31.03.1961 starb unser langjähriger Sangesbruder und Kassierer Alex Wielspütz. Dieser Tod war für den Verein ein schwerer Schlag. Ebenfalls verstarb unser Ehrenmitglied, die Mutter des Dirigenten, Frau Gertrud Luxen. Eines der wenigen Ereignisse in diesem Jahr war am 11.06. das Sängerfest in Hellenthal, wo der MGV dem Fest beiwohnte. Die Goldene Hochzeit unseres Ehrenpräsidenten Johann Sistig verschönerte der MGV mit Gesangseinlagen. Zum 90. Geburtstag des Ehrenmitgliedes Wilhelm Bertram brachte der Verein ein Ständchen dar und verweilte dort noch einige Stunden bei feucht-fröhlichem Gesang.
90. Geburtstag von Wilhelm Bertram
Mai 1962 Anläßlich des Tages des Deutschen Liedes pflanzte der MGV an der Turnhalle ein Lindenbäumchen, gestiftet von Herrn Schumacher, Gärtner aus Arloff.
Innerhalb des MGV bildete sich eine Bläsergruppe. Im besonderen Maße hatte sich der am 31. März 1961 verstorbene MGV-Kassenwart, Alexander Wielspütz, immer wieder für die Gründung einer Musikkapelle eingesetzt, denn für jede örtliche Festlichkeit, bei der ja eine Blaskappelle nicht fehlen durfte, mußte eine Musikkapelle verpflichtet werden. Das war immer mit erheblichen Kosten verbunden und machte dem Kassierer großes Kopfzerbrechen. Nachdem nun der Gemeinderat für die Anschaffung von Instrumenten Geld zur Verfügung gestellt hatte, und der Dirigent Josef Luxen schon auf ein paar Bläser aufbauen konnte, gewann die Bläsergruppe schnell an Profil. Zu den Musikern der ersten Stunde zählten: Josef Luxen, Josef Velser, Matthias Schmidt, Anno Hein, Fritz Pütz, Albert Hein, Michael Wielspütz, Peter Velser und Konrad Hein. Obwohl die Bläsergruppe eine eigene Geschäftsführung und eine separate Kasse hatte, galt sie als eine Abteilung innerhalb des MGV. Die Versammlungen und Konzerte wurden gemeinsam durchgeführt.
23. + 24. Juni 1962: Kreissängerfest und 70jähriges Bestehen des MGV 1892 Vussem Aus Anlaß des 70jährigen Bestehens richtete der Verein das Kreissängerfest aus. Mitwirkende waren der Quartettverein sängerfreunde der Essener Verkehrs-AG mit ihrem Solisten Willi Dans (Tenor) und das Streichorchester des Euskirchener Harmonie-Vereins. Durch dieses Konzert erfuhr der Verein eine enorme Steigerung, die Leistung des Chores war hervorragend. Diese Veranstaltung kann als erstes größeres Konzert dieser Art angesehen werden. Mit einem Schweigemarsch zum Ehrenmal begannen am Samstag die Festlichkeiten. Die Ehrung der gefallenen und verstorbenen Sangesbrüder wurde mit dem „Sanktus“ von Franz Schubert eröffnet. Herr Josef Hein hielt die Ansprache und gedachte besonders des verstorbenen Gründers Johann Disternich sowie des langjährigen Vorstandmitgliedes und Kassierers Alex Wielspütz. Gegen 20.00 Uhr begann der Festkommers im Saale Schneider. Chorleiter Josef Luxen begrüßte die Ehrengäste, unter Ihnen Landrat Linden, Amtsbürgermeister Giesen, Amtsdirektor Brendt, Gemeindebürgermeister Breuer, den Vorsitzenden des Kreissängerbundes Pützer aus Hellenthal, den Ortspfarrer Sobieszczyk und die Patres aus dem Missionshaus. Bei den musikalischen Darbietungen wechselten sich der MGV, der Quartettverein der Essener Verkehrs-AG und das Streichorchester des Euskirchener Harmonievereins ab. Schließlich nahm der Vorsitzende des Kreissängerbundes die Ehrungen der Jubilare vor. Für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft erhielt Fritz Dreesen eine Urkunde mit dem Goldenen Sängerabzeichen. Für 25jährige Singetätigkeit wurden Fritz Gerhards, Anton Klinkhammer und Jakob Dreesen geehrt. Weitere Ehrungen wurden Albert Hein, Clemens Elsner, Matthias Dreesen, Wilhelm Dreesen, Anton Dalboth, Hubert Kuck, Hubert Breuer und Albin Wilke zuteil. Eine besondere Ehrung erhielt der langjährige Sangesbruder Hubert Schmidt für seine 60jährige Mitgliedschaft. Dank und Anerkennung sprach man auch Herrn Wilhelm Bertram für 60jährige Tätigkeit als förderndes Mitglied des Vereins aus. Unter dem Vortritt des Trommler und Pfeifencorps aus Hostel formierten sich am Sonntag die Gastvereine mit ihren Fahnen zum großen Festzug durch den festlich geschmückten Ort. Der Umzug nahm seinen Anfang an der Gastwirtschaft „Zur Schneidmühle'“. Nach dem Festzug traf man sich in der vollbesetzten Turnhalle zum Freundschaftssingen. Leider reichte die große Halle nicht aus, alle die sangesfreudigen Menschen aufzunehmen. Das Programm eröffnete der Gastverein aus Essen. In der folgenden Reihe betraten die Chöre aus Kall, Heimbach, Ripsdorf, Sötenich, Hausen, Kalenberg, Zingshein, Satzvey, Hellenthal, Gemünd, Mechernich und der Kirchenchor Vussen-Breitenbenden die Bühne und brachten ihre Vorträge dar.
An 07. September 1963 sang der MGV als Gast in Essen-Katernberg. Veranstalter war der Quartettverein Sängerfreunde. Die dort erzielten Erfolge sind den Sängern noch gut in Erinnerung.
Am 29. + 30. Mai 1965 fand in Vussem ein Musikfest statt. Nach dreijähriger Arbeit konnte die Bläsergruppe des MGV schon mit einem guten Programm auftreten. Mitwirkender war der Euskirchener Harmonieverein 1860 e.V.
1. + 2. Juli 1967 Der MGV feierte sein 75jähriges Bestehen in Verbindung mit dem Kr :sängerfest. Die Kölnische Rundschau berichtete u.a. wie folgt:
„Ein bemerkenswertes Konzert war des Stiftungsfestes Mittelpunkt. Die Gemeinde Vussem feierte mit Ihrem MGV das Fest des 75jährigen Bestehens. Nach einleitender Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Peter Deesen spielte zunächst ein Hornquartett des städtischen Opernhauses Essen. Anschließend trat der Solist des Abends, Opernsänger Willi Dans vom Opernhaus Essen, auf. Er sang das „Ave verum“ von W. A. Mozart und „Selig sind, die Verfolgung leiden“ von W. Kienzl. Herzlicher Beifall 6 dem Sänger für seine Darbietungen. Anschließend trug der MGV Vussem einige Lieder vor. Im ersten Teil des Konzertes wurden durchweg geistliche Lieder aufgeführt, im zweiten Teil Heimatlieder, und im dritten Teil standen Liebe und Abschied im Vordergrund. Den Abschluß bildete ein fröhlicher Ausklang. Die Besucher zeigten sich von den Darbietungen sehr angetan und spendeten immer wieder Beifall. Die Vussemer Sänger sind zu diesem Abend zu beglückwünschen. Bereits vor dem Konzert hatten die Mitglieder am Ehrenmal mit einer Kranzniederlegung ihrer Toten gedacht. Der Sonntag begann um 10.00 Uhr in der Pfarrkirche mit einem Festgottesdienst. Aus Anlaß des 75jährigen Gründungsfestes hatte der Kreisängerbund das diesjährige Kreissängerfest nach Vussem vergeben.
Es wurde Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein mit einem Umzug im festlich geschmückten Ort feierlich begangen. Nach dem Umzug gestalteten die nachstehend genannten Chöre mit ihren Vorträgen das anschließende Freundschaftssingen: MGV Sötenich, Kirchenchor Vussem-Breitenbenden, Doppelquartett Eifelperle Heimbach, Gesangverein Frohsinn Kalenberg, MGV Eintracht Zingsheim, MGV Eintracht mit Damenchor Hausen, MGV Hellenthal, MGV 1853 Gemünd, MGV 1863 Mechernich, MGV Liederkranz Breitenbenden sowie der Gemeinschaftschor der Vereine des Sängerkreises Schleiden.“
7. April 1973: Großes Festkonzert zum 80jährigen Bestehen des MGV und 10 Jahre Bläsergruppe unter Mitwirkung des MGV Kommern Ein anspruchsvolles Programm bot der MGV dem zahlreich erschienenen Publikum. Mit einem Gemeinschaftschor „Weihe des Gesanges“ von W. A. Mozart wurde der erste Teil begonnen. Moderne Arrangements brachte der MGV Vussem zu Gehör, u.a. El Condor Pasa, Spanish Eyes (Rot ist der Wein), Ave Maria no morro, Jarmila und Petruschka. Der MGV Kommern glänzte mit dem Solo „Die zwölf Räuber“. Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete die Bläsergruppe des MGV mit der Ouvertüre „Fanal““. Es folgten: Modern Selection, Irma la Douce (Musicalmelodien), Münchner Kindl (Konzertwalzer), SaxoTrip (SaxophonSolo), Immer wieder schön (Evergreen-Potpourri) und Bella Italia (beliebte und bekannte italienische Melodien). Anhaltender Beifall belohnte die Sänger und Bläser für ihre gelungenen Darbietungen.
So haben denn die folgenden Jahre mehr oder weniger große und kleine Erfolge gebracht. Besonders die Bläsergruppe hat sich durch den ehrgeizigen, unermüdlichen und uneigennützigen Einsatz des Dirigenten bis weit über die Grenzen des Kreises Euskirchen hinaus einen guten Namen gemacht. Aber auch hier waren oft Schwierigkeiten durch Militärzeit, Beruf und Ausbildung zu überwinden.
Samstag, den 19. April 1975: Festkonzert des MGV 1892 Vussem unter dem Motto „25 Jahre Wiederaufbau in Gesang und Musik nach dem Kriege“. Mitwirkende waren der MGV Breitenbenden, MGV Kommern, MGV Vussem mit der Bläsergruppe sowie die Klaviersolistin Birgitta Wollenweber.
Dazu Schrieb der Bürgerbrief: „Das Festkonzert des MGV 1892 Vussem war ein voller Erfolg. Aus Anlaß des 25jährigen Aufbaues des MGV Vussem hatte der Verein zu seinem Festkonzert eingeladen. Neben zahlreichen Ehrengästen, unter ihnen Bürgermeister Peter Giesen, Gemeindedirektor Helmut Rosen und Vertreter des Kreis-Sängerbundes Schleiden, waren Viele Freunde des Gesangs und der Musik aus Vussem und benachbarten Orten erschienen. Sie alle wurden an diesem Abend von den mitwirkenden Vereinen ein wenig überrascht, denn niemand hätte es vorher geahnt, wie ausgezeichnet dieser Gesang- und Musikabend wurde. Lang anhaltender Beifall bewies den Mitwirkenden, wie richtig sie mit ihren ausgewählten Vorträgen lagen.
Unter dem Motto „Heimatliche Klänge aus Vergangenheit und Gegenwart“ gab der MGV mit seinem Blasorchester am 21. Mai 1977 aus Anlaß des 85jährigen Bestehens ein Konzert. Eine breite Palette von Volksliedern bis zu modernen Vertonungen beliebter Melodien wurden von rund 50 Sängern und Musikern dargeboten.
Wunschkonzert am 12. Mai 1979 Beim Gemeinschaftskonzert des MGV und der Bläsergruppe des MGV gingen die Veranstalter erstmals direkt auf die Musikwünsche der Ortsbevölkerung ein. Der MGV hatte durch seine aktiven Mitglieder Fragebögen zur Entgegennahme der Wünsche verteilt. Nach der Auswertung stellte Josef Luxen, Dirigent der beiden Gruppen, ein anspruchsvolles Programm zusammen. Die Musikwünsche wurden in vier Blöcke unterteilt:
1. Festliche Musik – Opernchöre 2. Liebe und Abschied in Musik und Gesang 3. Musik und Gesang im Tageskreis und. Jahreslauf 4. Volkslied und Volksmusik
Übrigens lag die Beteiligung der Ortsbevölkerung an der Befragung bei 93 %. Dementsprechend war die Turnhalle in Vussem bis auf den letzten Platz besetzt. Sie war mit grünen Zweigen in eine festliche Konzerthalle verwandelt worden.
Chorkonzert des MGV.1892 Vussem am 13. April 1980 in der Pfarrkirche St. Margaretha Vussem: Zum ersten Mal seit seinem fast 90jährigen Bestehen veranstaltete der MGV ein geistliches Konzert. Das Motto dieser Veranstaltung lautete: „Lobet Gott alle Welt.“ Die Einnahmen wurden der „Hilfe für Leprakranke!“ zugeführt. Der Termin war nicht sehr günstig (Weißer Sonntag) ; trotzdem hatte sich eine beachtliche Zahl an Zuhörern eingefunden. „Wenn der MGV Vussem ein Konzert veranstaltet, kann man gewiss sein, daß etwas erstklassiges geboten wird“, so der Bürgerbrief. In der Tat, dieses geistliche Konzert übertraf auch die hochgespanntesten Erwartungen. Dazu beigetragen hat auch der schöne Kirchenraum mit seiner guten Akustik.
15. + 16. Mai 1982: 90jähriges Jubelfest des MGV 1892 Vussem Mit einem Festkonzert unter dem Motto „Mit Sang und Klang 90 Jahre lang“ begann das Jubiläum des MGV. Vor der offiziellen Begrüßung eröffnete das Streichquartett mit einer „Sinfonia da Camera B-dur“ den musikalischen Reigen. Vorsitzender Peter Dreesen konnte mehr als 300 Gäste in der Vussemer Turnhalle begrüßen und versprach einen schönen, festlichen Abend, was auch von allen Gästen später bestätigt wurde. Der Bürgerbrief schrieb u.a.: „Die gebotenen Darbietungen waren so vorzüglich, das es für die Mitwirkenden, nämlich den MGV Vussem, das Streichquartett Camerata da Chiesa Steinfeld und die Solistin Marielotte Fischer (Sopran), begleitet am Flügel von Liselotte Baumann stets anhaltenden Beifall gab.“
Der Vorsitzende des Kreissängerbundes Schleiden, Hans Pesch, entbot nun von allen Sängerinnen und Sängern des Kreissängerbundes herzliche Grüße und Glückwünsche. In seiner Ansprache sagte Hans Pesch: „Von einem Chor, der vom Einsatz, der Liebe zum Gesang und der Opferbereitschaft aller Mitglieder und der inneren Verantwortlichkeit lebt, weiß man, daß alles in Ordnung ist und so darf ich den MGV Vussem einen vorzüglichen Chor in unserem Kreissängerbund Schleiden nennen.“ Anschließend zeichnete Hans Pesch drei verdienstvolle Jubilare aus. Es waren Josef Luxen, der für seine über 30jährige Dirigentenund Chorleitertätigkeit eine Auszeichnung erhielt, Peter Dreesen wurde für 25jährigen Vereinsvorsitz und Fritz Gerhards für 50 jährige Singetätigkeit mit Verdienstnadel und Urkunde geehrt.
Am zweiten Tag des Jubelfestes wurden die zahlreichen Gastvereine ab 14.30 Uhr vom Eifelland-Blasorchester unter Leitung von Wolfgang Kompalka unterhalten. Dem großen Festzug um 15.00 Uhr schloß sich ein Freundschaftssingen der Chöre an, welches von vielen Sangesfreunden besucht wurde. „Erst gegen Abend konnte ein harmonisch verlaufenes Jubelfest, welches viel Mühe und Arbeit gekostet hatte, in herzlicher Eintracht beendet werden“ , so der Bürgerbrief vom 28. Mai 1982. Nachzutragen sei noch, daß der Umzug bei strahlendem Sonnenschein und großer Hitze stattfand. Dementsprechend war die Kehle trocken und der Durst groß.
15. Januar 1983: Plötzlich und unerwartet verstarb unser Sangesbruder Arnold Wielspütz im Alter von 46 Jahren. Seit 1952 war er Mitglied und aktiver Sänger des MGV Vussem. Über dreißig Jahre sang er im 1. Baß. Verläßlichkeit und Pünktlichkeit zeichneten in aus. In der Bläsergruppe spielte er die Tuba.
Am 17. April 1983 nahm unser Chor am Gutachtersingen des .Kreissängerbundes Euskirchen in Kommern mit Erfolg teil. Gutachter war der Bundeschorleiter Professor Hermannjosef Rübben. Mit dem Lied „Das Ringlein“ von W. Nagel und „Die verschwiegene Amsel“ von F. Ris bekam der Chor gute Wertungsnoten.
Freitag, 04.11.1983: Herr Josef Luxen wurde in Würdigung seiner langjährigen Verdienste im kulturellen Bereich mit der „Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ ausgezeichnet. In seiner Laudatio begründete Landrat Josef Linden noch einmal, warum Josef Luxen die hohe Ehre zuteil wurde. Seit Jahrzehnten habe er sich mit Haut und Haaren der Musik verschrieben. Schon kurz nach Kriegsende nahm er als Dirigent des MGV Vussem den Taktstock in die Hand. Er hatte dieses Amt ohne Unterbrechung seit 1950 inne. 1962 hob Josef Luxen eine eigene Bläsergruppe des MGV aus der Taufe, die inzwischen ebenfalls weit über die Kreisgrenzen hinaus bekanntgeworden ist. Über die Musik hinaus zeigt Josef Luxen aber auch Talente auf anderen Gebieten. Als Vorsitzender des Ortskartells Vussem setzte er sich nicht zuletzt erheblich für eine intakte Dorfgemeinschaft ein.
Dienstag, 24.01.1984: Tief erschüttert und unfaßbar erhielten wir die Nachricht vom Tode unseres väterlichen Freundes und guten Kameraden, des langjährigen Chorleiters Josef Luxen. Sein unerwarteter Tod reißt eine kaum zu schließende Lücke in unsere Gemeinschaft. Josef Luxen war durch seinen unermüdlichen und uneigennützigen Einsatz unser Vorbild. Wir werden ihn nicht vergessen.
Samstag, 05. Mai 1984: Gutachtersingen in der Turnhalle Zingsheim Unter dem Motto „Wie schön blüht uns der Maien“ hatte der Sängerkreis Schleiden seine Chöre zum großen Gemeinschaftskonzert bzw. Gutachtersingen eingeladen. Nach dem plötzlichen Tod von Chorleiter Josef Luxen übernahm kurzfristig Wolfgang Konpalka die Leitung des Chores. Unter seinem Dirigat kamen das Chorwerk „Kommt der Frühling ins Tal“ von Rudolf Desch und der Volksliedsatz „Jubilate“ (Der Winter ist vergangen) in der Bearbeitung von Wilhelm Raabe in die Wertung. Der Gutachter, Professor Hermannjosef Rübben, beurteilte die Tonreinheit, den Chorklang, die Aussprache, Rhythmik, die Interpretation des Dirigenten und auch, ob die Stücke dem Können des Chores angemessen waren. Professor Rübben bescheinigte in seinem Gutachten, daß der Chor (ohne Druck) zu einer schönen, ausgewogenen Leistung fähig ist und sich in seiner Leistung erfreulich entwickelt hat. Gut so!
10. Oktober 1984: Im Alter von 72 Jahren verstarb Sangesbruder Johann Krebs. Er sang im 1. Tenor.
Herbst 1984: Kurt Carstens, Mitglied der Big-Band der Bundeswehr, übernimmt die Leitung des Chores.
Freitag, 22.03.1985: Die Bläsergruppe des MGV wird selbständig.
22.07.1986: Plötzlicher Tod unseres langjährigen Vereinskameraden Matthias Kuck. Schon wieder riß der Tod eine schwer zu schließende Lücke in unseren Chor. Seit dem Wiederaufbau des MGV im Jahre 1950 war Matthias Kuck Mitglied und aktiver Sänger in unserem Verein. Als Leistungsträger im 2. Baß wird er uns unvergeßlich bleiben. Kameradschaft, Ehrlichkeit und Frohsinn prägten sein Leben.
28.09.1986: Gutachtersingen der Chöre des Sängerkreises Schleiden in der Grenzlandhalle in Hellenthal unter dem Motto „Klingt ein Lied in allen Dingen“. 13 Chöre hatten sich dem Gutachter, Professor Hermannjosef Rübben aus Köln, gestellt, der mit feinem Gehör die Chöre bewertete. Der MGV Vussenm unter Leitung von Kurt Carstens trug die beiden Chorwerke 1. Abendlied von Rudolf Desch 2. Trösterin Musik von Anton Bruckner vor. Die Benotung fiel sehr gut aus, z.B. „Tonreinheit recht ansprechend, Chorklang im Ganzen ausgewogen, anspruchsvoll, harmonisch. Weiter so engagiert arbeiten, das lohnt! gez. Prof. Rübben“.
95. Gründungsfest des MGV 1892 Vussem Festkonzert verbunden mit dem Freundschaftssingen des Sängerkreises Schleiden am 02., 03. und 04. Oktober 1987 in der Turnhalle Vussem
13.11.1987: Chorleiter Kurt Carstens legte sein Amt nieder.
27.11.1988: Gutachtersingen in der Pfarrkirche Gemünd unter dem Motto „Geistliche Musik zur Advent und Weihnachtszeit“ Heinz Bönn, Chordirektor aus Krefeld, war der Gutachter dieses Konzertes. Der MGV Vussem unter neuer Leitung von Anno Hein kam mit den Titeln 1. Es kommt ein Schiff geladen – Satz von Hugo Herrmann 2. Motette – Satz von Emil Rabe in die Wertung und erhielt folgende Benotung: “Tonreinheit = 1 (für beide Chorwerke) Chorklang = 2 (für beide Chorwerke) Gestaltung, Auffassung, Dynamik, Phrasierung, Rhythmik = 2 (für beide Chorwerke) Gute Intonation = der wichtigste Punkt beim Chorgesang
Sonntag, 18. Dezember 1988: Chöre und Solisten singen geistliche Lieder zur Weihnachtszeit
Am vierten Adventssonntag, 17.00 Uhr, veranstaltete der gemischte Chor „Euterpe“ in der katholischen Pfarrkirche St. Hubertus Obergartzem sein Weihnachtskonzert. Es wirkten mit: MGV Satzvey, Chorgemeinschaft Firmenich Obergartzem, ein Streichorchester und der MGV Vussem unter der Leitung von Anno Hein. Als Solisten traten auf: Wietse Lukkes, Bariton und Rainer Waasem, Orgel.
11.03.1989: Jahreshauptversammlung des MGV 1892 Vussem Zum neuen Vorsitzenden wurde Willi Schütt gewählt. Peter Dreesen, der das Amt des 1. Vorsitzenden 33 Jahre lang innehatte, stellte sich nicht mehr zur Wahl.
Nach der Sommerpause 1989 übernahm Kurt Carstens wieder die musikalische Leitung des MGV.
22. Juni 1989: Nach langer, schwerer Krankheit verstarb im Alter von 74 Jahren unser ältestes aktives Mitglied Fritz Gerhards. Er war Träger der Goldenen Verdienstnadel des Kreissängerbundes. Für fünfzigjährige Singetätigkeit war er mit einer Urkunde in einem Festakt beim 90 jährigen Stiftungsfest des MGV am 15. Mai 1982 geehrte worden. Fritz Gerhards sang die zweite Baßstimme. Pünktlichkeit und Gemütlichkeit zeichneten ihn aus.
Samstag, 17. März 1990: Kreissängertag in Vussem um 14.00 Uhr in der Gaststätte „Zur Schneidmühle“ Ausrichter des Sängertages war der MGV Vussem, der mit einigen Liedern die Versammlungsteilnehner erfreute.
Sonntag, 17. Juni 1990 in Ripsdorf Freundschaftssingen der Chöre des Sängerkreises Schleiden im Rahmen des 80-jährigen Bestehens des MGV Liederkranz Ripsdorf 1910.e.V.
MGV 1892 Vussem auf Tournee – Unter diesem Motto fand am 19.08.1990 von 11.00 bis 12.30 Uhr ein Kurkonzert am Musikpavillon Heimbach statt. Stücke des klassischen Chorgesanges, aber auch Schlager erklangen unterhalb der Burg. Am Sonntag, dem 26.08.1990 ließ der MGV um 11.00 Uhr im Kurzentrum Gemünd seine Stimmen erschallen, und das mit großem Erfolg.
Der MGV Vussem veranstaltete am 17.11.1990 ein Festkonzert mit Jubilarehrung im Rahmen des 40-jährigen Wiederaufbaues nach dem Kriege. Mit von der Partie waren an diesem Abend der MGV Kommern mit seinem Leiter, Herrn Bleeker und dem Solisten Willi Tiemann, sowie der Kirchenchor Vussem-Breitenbenden unter Leitung von Anno Hein.
Samstag, 27. April 1991: 20.00 Uhr Frühlingskonzert im Atrium der GHS Jünkerath Mitwirkende: MGV Vussem Musikverein Jünkerath
Kurt Carstens legte an diesem Abend erneut sein Amt als Chorleiter nieder.
Mit Wirkung vom 06.05.1991 wurde Heinz Sistig als neuer Chorleiter des MGV Vussem bestellt.
14. Juni 1991: Goldhochzeit der Eheleute Lingscheid unter Mitwirkung des MGV
23.11.1991: Chorkonzert des MGV Komnern Unter dem Motto „Dort möcht ich sein…“ präsentierten der MGV Kommern, der MGV Vussem, der Sängerkreis Euskirchen und das Mandolinenorchester Kuchenheim einen bunten Melodienstrauß.
Kommern 1991
30. November 1991: Gutachtersingen in der Aula des Schulzentrums Blankenheim
… lassen sich auf die Initiativen von Carl Friedrich Zelter und Hans Georg Nägeli zurückführen.
Der Männerchor-Gesang, wie er in vielfältigen Formen bis heute gepflegt wird, ist ein Kind des frühen 19. Jahrhunderts. Er entsprang zwei gänzlich verschiedenen Ideen und Initiativen. Am 24.01.1809 gründete Carl Friedrich Zelter (1758 – 1832), ein Maurermeister und späterer Professor an der königlichen Akademie der Künste in Berlin, die erste „Liedertafel“. Sie ging hervor aus der „Singakademie“ von Zelters musikalischem Lehrer C. F. Fasch, deren Mitglied er seit 1791 war. Inspiriert von König Artus’ Tafelrunde, vereinigte Zelter aus dem Kreise der Mitglieder der Singakademie 25 Männer der Wissenschaft und der Kunst zu einer exklusiven Gesellschaft. Dieser Berliner Liedertafel konnten nur Dichter, Berufssänger und Komponisten angehören. Die Zahl ihrer Mitglieder blieb lange Zeit auf 25 beschränkt. „Die Gesellschaft versammelte sich monatlich einmal bei einem Abendmahle von zwei Gerichten und vergnügte sich an gefälligen deutschen Gesängen“ (die von ihren Mitgliedern geschaffen und von ihnen als Soli oder mehrstimmig vorgetragen wurden). Diesen geselligen „Tafelrunden“ entstammt eine Fülle mehrstimmiger Literatur für Männerchöre.
Zelter’s Liedertafel gab Anlaß zur Gründung ähnlicher, mehr oder minder geschlossener Sängervereinigungen, z. B. in Frankfurt a. d. Oder und Leipzig (1815), Magdeburg (1819), Dessau (1821), Hamburg, Danzig und Königsberg (1823/24). Diese Liedertafeln bereicherten die Literatur für Männergesang. Sie blieben jedoch mehr oder weniger Vereinigungen, die den Chorgesang zur eigenen Freude pflegten und öffentliche Auftritte mieden. Durch die Beschränkung der Mitgliederzahl erstrebten und erreichten sie den Status von Honoratioren-Zirkeln.
Die zweite Initiative auf dem Gebiet des Männerchor-Gesanges ging von dem Schweizer Musiker und Pfarrerssohn Hans-Georg Nägeli (1773 – 1836) aus, der 1810 in Zürich den ersten „Männerchor“ gründete. Im Gegensatz zur Liedertafel Zelters wandte sich Nägelis Männerchor der Pflege des Chorgesangs „auf volksmäßiger Grundlage“ zu. Sein Repertoire bildete vornehmlich das überlieferte, bearbeitete Volkslied. Sein Männerchor war für jedermann offen.
Nägeli’s Bestrebungen fanden starken Widerhall in allen deutschsprachigen Kantonen der Schweiz, wo sich allerorten Männerchöre bildeten. Nägeli gab 1817 eine „Gesangsbildungslehre für Männerchor“ heraus und 1820 eine „Chorgesangschule“. Die Sängervereine am Züricher See schlossen sich zu einem Bund zusammen, der 1826 das erste Zürichsee-Sängerfest veranstaltete.
Von der Schweiz aus verbreitete sich das Interesse für den Männerchor-Gesang nach Süddeutschland. Es entstanden dort zahlreiche „Liederkränze“, so in Stuttgart, Ulm, Göppingen, Reutlingen, Eßlingen, Heilbronn und in anderen Städten. Pfingsten 1827 fanden sich die schwäbischen Vereine zu einem ersten deutschen Liederfest in Plochingen zusammen.
Hans-Georg Nägeli hielt in den Jahren 1819 bis 1825 in Karlsruhe und in mehreren rheinischen Städten Vorträge über den Volks und Männergesang. Durch diese Vorträge angeregt, entstanden im Badischen die ersten Liederkränze im Jahre 1824, ihnen. folgte die Gründung von Sängervereinigungen in rheinischen Städten. Beim ersten deutschen Liederfest in Plochingen im Jahre 1827 sang ein großer Gemeinschaftschor unter anderen das Lied „Freiheit, die ich meine“. Ein Konrektor Pfaff führte als Festredner u.a. aus, der Chorgesang ermögliche dem einzelnen Sänger, einmal herauszutreten aus den engen Schranken des Berufes, frei von des Lebens Müh’ und Bürde. Des Liedes Klang stärke das Herz und hebe frisch den schon gesunkenen Mut. Lebenslust zöge auf des Gesanges brausenden Wogen in die Brust des Sterblichen, und vor des Gesanges Macht würden der Stände lächerliche Schranken niedersinken.
In den Festgesängen und Festreden war eine liberale, republikanische Strömung unüberhörbar.
Die in der Nachfolge von Zelters Berliner Liedertafel entstandenen gleichartigen Vereinigungen traten um 1830 untereinander in eine engere Beziehung. Es bildeten sich im Raum Magdeburg und im norddeutschen Gebiet lose Vereinigungen von Liedertafeln, vornehmlich mit dem Ziel, alljährlich ein gemeinsames Sängerfest zu veranstalten. Seit 1839 fanden Sängerfeste der Liedertafeln in jährlicher Folge statt. Die sich über mehrere Tage erstreckenden Festveranstaltungen galten nicht einer breiten Öffentlichkeit, sondern vornehmlich dem Kreis der Teilnehmer. Hauptbestandteile dieser Feste blieben noch lange die gemeinschaftlichen „Tafeln“, die festlichen Essen.
Rheinische Vereinsformen
Die von Zelter und von Nägeli ausgehenden Bestrebungen, den mehrstimmigen Männerchor-Gesang zu entfalten, ihm Formen und Gestalt zu geben, wurden in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts vielerorts aufgenommen. Sie wandelten sich unter den Einwirkungen der Zeitläufe. Die unterschiedlichsten Ausgangsformen de Männerchor-Gesanges vermischten und verwischten sich, je länger, je mehr. Die „Liederkränze'“ Nägeli’scher Art übernahmen Formen und Literatur der Zelter’schen „Liedertafeln“, und umgekehrt traten die „Liedertafeln“ aus ihrer Selbstgenügsamkeit heraus, wirkten verhalten in die Öffentlichkeit hinein und maßen ihr Können mit den Chören anderer Provenienz.
1824 wurde die Aachener Liedertafel Zelter’scher Art gegründet. 1842 bildete sich der „Kölner Männergesangverein“. Er war nicht der erste seiner Art in Köln. Seine Satzung bezeichnete als Zweck des Vereins den Männergesang in seiner ganzen Größe und Macht zur Ehre zu bringen die Verbreitung des deutschen Liedes durch öffentliche Aufführungen zu patriotischen, vaterstädtischen und wohltätigen Zwecken zu fördern nach dem Wahlspruch: „Durch das Schöne stets das Gute.“
So bildete sich in Abkehr von bestimmten Formen der Zelter’schen Liedertafel und unter Aufgabe des liberalen und republikanischen Gedankengutes der Nägeli‘schen Liederkränze eine spezifisch rheinisch Form der Sängervereinigung. Sie setzte sich vornehmlich zum Ziel, der Ausgestaltung öffentlicher Veranstaltungen zu dienen.
In unserer näheren Umgebung bildeten sich im heutigen Kreis Euskirche: 1844 der Zülpicher Männerchor und vier Jahre später, 1848, der MGV Flamersheim. 1853 entstand der MGV Gemünd, 1858 gründete sich der MGV Kommern, 1863 der MGV Mechernich.
Der Aquädukt bei Vussem und die römische Wasserleitung
Zum Zwecke der Überquerung eines Seitentales des Feybaches (Altebach), errichteten die römischen Ingenieure eine Brücke für die Eifelwasserleitung nach Köln. Im Volksmund auch Teufelsader genannt.
Der Anlaß zu einer intensiven archäologischen Untersuchung ergab sich, als bei Anlage des Sportplatzes Vussem der kleine Bachlauf begradigt und bei Wegearbeiten die Reste bzw. Pfeilerfundamente angerissen worden sind. An dieser Stelle haben die Römer eine Talumgehung mittels einer Aquäduktbrücke abgekürzt, für die ein verhältnismäßig großer Aufwand betrieben werden mußte. Die Brückenreste wurden von W. HABEREY im Jahre 1959 untersucht, wonach das Bauwerk 1960/61 teilweise rekonstruiert werden konnte.
Vor der Ausgrabung waren von der römischen Brücke in diesem Bereich nur noch die Stümpfe von drei ehemaligen Pfeilern im Gelände auszumachen. Mitte des vorigen Jahrhunderts war vom alten Bestand durchaus noch mehr zu sehen, denn EICK berichtet 1867, daß die Aquäduktbrücke selbst „heute nur noch in den Substruktionen an beiden Abhängen und dem in der Mitte des Thales befindlichen Pfeilerfundamente erkenntlich“ sei. „Jedoch erinnern sich ältere Leute der Umgebung, daß hoch anstehende Trümmer der Bögen noch vorhanden waren, und man hier Schutz vor Regen fand.“
In den achtziger Jahren des vorigen Jhd. hatte ein Archäologe namens CLEVER schon einmal Ausgrabungen vorgenommen, und die Grundmauern von sechs Pfeilern der Brücke nachgewiesen.
Der Aquädukt bestand ehemals aus einer auf zehn bis zwölf freitragenden Pfeilerngeführten Kanalrinne, die das Wasser in etwa
10 m Höhe auf einer Strecke von 80 m oberirdisch von einer Talseite zur anderen führte. Das Mauerwerk der Pfeiler bestand aus Grauwackesteinenmit reichlich verwendetem Mörtel. Außen ist es sauber mit kleinen Grauwacke Quadern verblendet. Der archäologische Befund zeigte, daß der Übergang der Leitung von der obertägigen Brücke in den unterirdischen Streckenverlauf sehr solide ausgeführt war. Der letzte Brückenpfeiler stand auf einem 2,8m langen, gemauerten Sockel, der 2,0 m tief gegründet war. Auf diesem hatte man eine 0,4 m hohe Packlage aus schräg gestellten Grauwacke Steinen errichtet, auf der die Kämpferplatte für den letzten Bogen der Brücke und das Fundament für die Einführung des Kanales in den Berg auflagen. Auch die mittleren Pfeiler der Brücke saßen auf soliden Fundamenten auf, von denen eines untersucht werden konnte. Dieses war 2,4 m lang. 1,4 m oberhalb seiner Unterkante konnten Reste einer „mörtellosen Blockverblendung aus Sandstein“ erkannt werden. Die Bauwerksreste der Pfeiler und der beiderseits anschließenden Kanalrinne, die nachweisbaren Abstandsmaße zwischen den Pfeilern von 2,5 m lichter Weite sowie die Höhenlage der Kanalsohle oberhalb und unterhalb der Brücke, erlaubten dieses Brückenbauwerk recht genau zu rekonstruieren. Auch wenn bei der Untersuchung von zwei Pfeilern keine Fundamentreste gefunden werden konnten, ist nicht anzunehmen, daß zwei Bogen Öffnungen in dieser Brücke mit der doppelten Spannweite versehen waren. Wir dürfen vielmehr annehmen, daß in Vussem eine auf zwölf Pfeilern ruhende Aquäduktbrücke gestanden hat, die wir der mittleren Größe dieser Bauwerkskategorie zurechnen dürfen.
Im Gelände ist der Kanalverlauf besonders im Anschluß an die Brücke hervorragend zu verfolgen, da hier sogar heute noch die römische Baustraße sichtbar geblieben ist. Hier kann man sich den Arbeitsablauf auf einer solchen römischen Baustelle lebhaft vorstellen; denn nach der Abholzung und der Trassenabsteckung durch den GROMATIKER (römischer Vermessungsfachmann) wurde erst einmal eine Arbeitsterasse in den Hang gearbeitet. Darin wurde dann in der Hangseite der Graben für den Kanal eingetieft, und auf ihr wurde das erforderliche Baumaterial transportiert und bearbeitet. Nach dem Ausbau der Strecke wurde der Kanal zwar zugeschüttet, um ihn vor Frost und Zerstörung zu schützen, die Terasse hat man aber erhalten und zu einem den Kanal begleitenden Arbeitsweg umfunktioniert.
Jahrhunderte später, vornehmlich im 11. bis 13. Jhd. hat man diese Straße beim Ausbruch des Kanalmauerwerkes zur baulichen Wiederverwendung natürlich gern ein zweites Mal benutzt. Im bergigen Teil der Strecke, wie auch hier im östlichen Anschluß an die Vussemer Aquäduktbrücke, ist der Kanalverlauf oftmals nur noch an diesem erhalten gebliebenen römischen Arbeitsweg im Gelände erkennbar. Knapp 80 m im Anschluß an die Brücke ist der Rest eines der vielen Einstiegschächte zu besichtigen, die den Römern ehemals wohl zu Revisions- und Reinigungszwecken gedient haben. Das 25 m lange Stück vor der Talüberquerung ist bei der Ausgrabung zum Teil freigelegt, zum Teil abgetastet worden. Das Gewölbe war dort überall schon vorher eingeschlagen. Die Rinne war aber stellenweise bis zum Gewölbebeginn erhalten. Auffallend war auf dieser Strecke, daß sich hier Kalksinter bis in das Gewölbe hinauf abgesetzt hat, während er sonst nur 0,4 – 0,6 m hoch an den Wangen heraufreicht. Die Ursache dafür ist in einer Verstopfung weiter leitungsabwärts zu suchen.
Bei der Errichtung des Ehrenmals wurde auf der Rückseite das Kanalmauerwerk teilweise beseitigt. Auf dem Friedhof wurde die Leitung von einigen Grabschächten angeschnitten. Von einem Grab, so wird erzählt, mußte der Sarg in die gemauerte Rinne gezwängt werden.
Der beim Bau der römischen Eifelwasserleitung verursachte Geländeeingriff hat natürlich seine sichtbaren Spuren hinterlassen. Besonders unter Wald hat sich die römische Arbeitsterasse meist gut erhalten können, während sie in der freien Feldflur durch die landwirtschaftliche Nutzung in nachrömischer Zeit auf weite Strecken eingeebnet worden ist.
§1 Der Verein hat sich hauptsächlich gebildet, um an einen Neubau der Vussemer Kapelle mitzuwirken, und kirchlichen Gesang herbeizuführen, so wie auch die fröhlichen gemeinschaftlichen Unterhaltungen durch Gesellschaftslieder empor zu heben, und dadurch unanständige Lieder zu verbannen.
§ 2 Der Verein besteht aus Männer und Jünglinge der Gemeinde Vuhsem, welche sich freiwillig, und dadurch eigenhändige Unterschrift verpflichtet haben, gemäß folgenden Statuten.
§ 3 Der Verein besteht aus Aktiven und Ehrenmitglieder. Aktive Mitglieder sind diejenigen, welche den Gesang ausüben, Ehrenmitglieder alle die welche zu jeder Zeit Zutritt zu den Übungen und Versammlungen haben, und sich durch Namensunterschrift angeschlossen, so wie alle Beiträge und Kosten, welche dem Verein nöhtig sind zu ertragen verpflichten.
§ 4 Der Verein wird als aufgelöst betrachtet, wenn die Herstellung eines Quartett nicht mehr möglich ist, die Ausscheidenden haben so dann keinen Anspruch mehr an Beiträgen und Utensilien. Die übrigbleibenden Mitglieder nehmen selbiges in Besitz.
§ 5 Jedes Mitglied zahlt monatlich 20 Pfennige zur Deckung der Unkosten des Vereins an den Rendanten.
§ 6 Der Vorstand besteht aus einem Präses, und dessen Stellvertreter, einen Dirigenten, einem Beisitzenden, sowie einem Rendanten und einen Schriftführer, welche durch Stimmenmehrheit auf ein Jahr gewählt wurden. Auch können Ehrenmitglieder in den Vorstand gewählt werden.
§ 7 Bei außergewöhnlichen Übungen, darf kein Mitglied fehlen, oder daßelbe verfällt einer Strafe von 20 Pfg.
§ 8 Zur Ausbildung und Proben im Gesange finden gewiße Tage statt; welche nicht im Voraus zu bestimmen sind so wie mit Übungs Stunden; wozu jedes aktives Mitglied verpflichtet ist beizuwohnen, geschieht dieses ohne genügende Entschuldigung nicht, so verfällt daßelbe in eine Strafe von 20 Pfg. Die Übungsstunden werden öffentlich bekanntgemacht durch den Präses oder deßen Stellvertreter. .
§ 9 Für die Copien der Lieder wird von Bogen 5 Pfg. gezahlt durch den Rendanten.
Blatt II
§ 10 Alle Musikalien, so wie Lieder, welche gemäß den Statuten nöhtig sind, für den Verein anzuschaffen, sollen durch den Dirigenten geprüft werden, die betreffenden Lieder oder Musikalien angeschafft gemäß wie die vorhandene Kasse dieses erlaubt.
§ 11
Das für Übungsstunden, so nachteilige Rauchen muß während den Übungsstunden unterbleiben, und ist nur vor und nach derselben gestattet.
§ 12 Sollte es erforderlich sein die Statuten zu erweitern, so kann dieß nur durch Stimmenmehrheit geschehen, und es müßen der Mitglieder, bei einer Generalversammlung zweidrittel zugegen sein.
§ 13 Jedes Mitglied ist verpflichtet, wenn ein aktives, so wie Ehrenmitglied des Gesangvereins mit dem Todte abgeht dasselbe bei der Beerdigung zu begleiten um selbigen die letzte Ehre zu erweisen bei dieser Feierlichkeit die Lieder welche vorgeschrieben sind korrekt aus zu führen.
§ 14 Wenn neue Mitglieder nach späterer Zeit dem Verein beitreten wollen, so müßen dieselben ein Eintrittsgeld von einer Mark entrichten jedoch muß sich jedes Mitglied der Statuten unterzeichnen die Übungsstunden werden in der Gemeindeschule zu Vuhsem abgehalten.
§ 15 Bei einer Festlichkeit wo Gesang vorgetragen wird darf kein Mitglied betrunken sein, noch weniger sich dem Sängerkreis anschließen wollen sonst wird er vom Vereine ausgeschlossen, es sei denn daß er sich vorher bei dem Dirigenten entschuldigt, oder demselben in allen Punkten willig Folge leistet. .
§ 16 Fehlt ein Mitglied in dreien aufeinanderfolgenden Übungsstunden ohne Entschuldigung so ist dasselbe vom Verein ausgeschloßen.
§ 17 Will jemand der früher Mitglied des Vereines war denselben wieder beitreten, so hat derselbe wieder ein Eintrittsgeld von einer Mark zu entrichten.
§ 18 Kommt ein Mitglied, ohne gründliche Entschuldigung eine viertel Stunde zu spät in die Übungsstunden so muß selbiger eine Strafe von 5 Pfg. bezahlen, auch hat jeder welcher die Übungsstunden vor dem Schluße verlaßen will den Dirigenten um Urlaub zu fragen.
§ 19 Will ein Aktives Mitglied als Ehrenmitglied aufgenommen werden, so hat selbiges sich der Ballatage zu unterziehen.
§ 20 Wenn ein Mitglied Sachen oder Angelegenheiten des Vereins in der Weise ausplaudert, das dadurch Streitigkeiten entstehen so ist es vom Vereine ausgeschlossen.
Blatt III
§ 21 Dasjenige Mitglied welches mit dem Tode abgeht wird die letzte Ehre erweist, dadurch, daß dem Verstorbenen ein Kranz bis zu 3 Mark gekauft wird, und eine Hl. Hesse in der Kapelle zu Vuhsen gehalten wird.
Selbige Statuten sind genehmigt worden auf der Generalversammlung am 2. Februar 1902.
Der Vorstand: Johann Disternich Präses Johann Klinkhammer vize Präses Wilhelm Herzwurm Rendant Wilhelm Gülden Beisitzender Heinrich Wielspütz Schriftführer
Statutenerweiterung zu §5
Die Monate, in welchen keine Gesangstunde abgehalten werden, wird ein Beitrag von 10 Pfg. bezahlt.
Selbiges Statut wurde auf der Generalversammlung genehmigt am 8. Mai 1904
Der Vorstand: Johann Disternich Präses Josef Gülden vize Präses Heinrich Wielspütz Schriftführer & Rendant Johann Kauert Beisitzender
Anmerkung des Systemadministrators: Offensichtliche Rechtschreibfehler habe ich korrigiert. Anderes so belassen, wie geschrieben, weil es der damaligen Sprache entsprich! Zur Ehrenrettung muss man allerdings auch sagen, dass es um 1892 mit der Bildung rsp. Kenntnis der deutschen Sprache im Allgemeinen nicht sehr weit her war!
Hier die originalen Dokumente aus der Festschrift:
Mitwirkende: „Gabrieli-Quintett“ (Blechbläser-Ensemble unter Leitung von Rolf Ackermann, bekannt durch Rundfunk und Fernsehen) MGV 1892 Vussem (Leitung: Heinz Sistig)
anschl. Tanz mit den „Üdelhovener Dorfmusikanten“
09.30 Uhr Festgottesdienst in der Pfarrkirche Vussem unter Mitwirkung des MGV 1892 Vussem anschl. Gang zum Friedhof
11.00 Uhr Frühschoppen mit dem Musikverein Vussem
13.00 Uhr Empfang der Gastvereine anschl. in der Turnhalle
Freundschaftssingen der Chöre des Sängerkreises Schleiden und des Stadtgebietes Mechernich
Programmgestaltung und musikalische Leitung: Heinz Sistig
Gabrieli Quintett
Die gebräuchliche Konzert- und Opernliteratur beschäftigt die Trompeter, Posaunisten oder gar die Tubisten nicht immer in dem Maße, wie sich das gestandene Bläser wünschen würden. In den rund 1000 Takten des Violinkonzertes von L. van Beethoven beispielsweise haben die Trompeter 799 Takte Pause. Und selbst in Strawinskys „Sacre du Printemps“, wo man wirklich den Eindruck hat, das „Blech“ spiele nahezu ununterbrochen, können sich die Trompeter in 700 von 1100 Takten der hochinteressanten Beschäftigung hingeben, das Publikum im Saal zu zählen und Personenstudien zu betreiben. So trafen sich fünf junge, aber dennoch gestandene Orchestermusiker – allesamt Absolventen der Musikhochschulen Düsseldorf, Köln und Essen – vor gut zwei Jahren, um gemeinsam Blechbläser Kammermusik zu spielen, und dem langweiligen Pausenzählen ein Ende zu bereiten. Und seither bilden diese fünf Blechbläser das Gabrieli-Quintett:
Klassische Musik einem breiten Publikum nahezubringen und zugleich musikalische Unterhaltung zu bieten, dies haben die fünf jungen Herrn sich zur Aufgabe gemacht. Erfolgreich im übrigen, wie zahlreiche Konzerte und Gastspiele sowie das entsprechende Urteil der Konzertrezensenten belegen.
Die Zelter Plakette
Im Jahre 1922 stiftete der preußische Kultusminister Boelitz drei künstlerische Gedenkblätter als staatliche Anerkennung für Gesangvereine aus Anlaß ihres 50-, 75oder 100jährigen Bestehens. Wenige Jahre später traten an die Stelle der Gedenkblätter Plaketten in Bronze, Silber und Gold.
Daß diese Plaketten das Bildnis von Carl Friedrich Zelter trugen, hatte seine Bewandtnis: Carl Friedrich Zelter, ein Zeitgenosse und Freund Goethes, war als Komponist und Dirigent langjähriger Leiter der Berliner Singakademie. Als solcher gründete er im Jahre 1809 seine „Liedertafel“, die zum Vorbild aller künftigen Männergesangvereine wurde. 1822 gründete er das königliche Institut für Kirchenund Schulmusik in Berlin.
Die Zelter-Plakette wurde bis zum Beginn des Jahres 1942 verliehen. Alle weiteren Anträge wurden bis nach dem Kriege zurückgestellt.
Bereits 1955 ergriff der „Deutsche Sängerbund“ die Initiative, die Zelter-Plakette als staatliche Anerkennung wieder einzuführen. Es folgten mancherlei Überlegungen und Besprechungen, bis Bundespräsident Prof. Dr. Heuss sich bereit erklärte, eine Zelter-Plakette in neuer Ausfertigung zu stiften. Der Erlaß über die Stiftung der ZelterPlakette wurde am 07. August 1956 unterschrieben und im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Diese Zelter-Plakette wird nun wieder als staatliche Anerkennung verliehen, und zwar an Chöre, die ihr 100 jähriges Bestehen feiern. Voraussetzung für die Verleihung ist jedoch, daß sich der auszuzeichnende Chor in jahrelanger, ernster und erfolgreicher Arbeit überwiegend der Pflege des Chorgesanges und des deutschen Volksliedes gewidmet hat und im Rahmen der örtlich gegebenen Verhältnisse eine für die Volksgemeinschaft wertvolle und gemeinnützige Kulturarbeit leistete. Der äußere Anlaß eines 100jährigen Bestehens ist also nicht allein entscheidend für die Zuerkennung der Zelter-Plakette.
40 jährige Singetätigkeit Edmund Freitag 40 jährige Singetätigkeit Peter Gülden 40 jährige Singetätigkeit Michael Wielspütz 25 jährige Singetätigkeit Heinz Sistig 25 jährige Singetätigkeit Matthias Vogelsberg
Inaktive Mitglieder
40 Jahre Josef Hein 40 Jahre Stefan Höller 40 Jahre Josef Frings 40 Jahre Helmut Fischer 35 Jahre Albin Wilke 35 Jahre Willi Bertram 30 Jahre Arnold Lingscheid 30 Jahre Karl Klinkhammer 30 Jahre Heinrich Reinartz 30 Jahre Matthias Bertram
Inaktive Mitglieder
Anklam Werner Bertram Matthias Bertram Willi Breuer Hermann-Josef Bruns Hanna Bruns Hubert Dalbenden Günther Dederichs Peter Dingethal Werner Eversheim Richard sen. Feulner Lothar Fischer Helmut Freitag Elisabeth Frings Josef Fünfzig Heinz Fünfzig Josef Gumeny Wolfgang Gülden Walter Hein Josef Höller Stefan Klinkhammer Fritz Klinkhammer Karl Kompalka Rüdiger Kuck Josefa Linden Hans Theo Lingscheid Arnold Mehren Helmut Mießeler Arnold Müller Klaus
Nellesen Friederike Popenda Heinz Rehbein Horst Reinartz Heinrich Sanden Heinz sen. Sanden Heinz jun. Sanden Hildegard Schäfer Rolf Schilles Hubert Schmidt Hans Hubert Schmidt Peter Schmitz Helmut Schneider Peter Schneider Werner Schrötler Michael Schütt Marc Schwager Helmut Schwager Manfred Sistig Johann Sistig Rolf Steffens Heinz Still Karl Tillenburg Hubert Urfey Heinz Vogelsberg Agnes Wegener Kurt Wielspütz Albert Wielspütz Bärbel Wilke Albin
Präsidenten
von 1892 – 1927 von 1927 – 1930 von 1930 – 1931 von 1931 – 1951 von 1951 – 1956 von 1956 – 1989 seit 1989
Johan Diesternich Hubert Schmidt Josef Hermanns Johan Sistig Josef Hein Peter Dreesen Willi Schütt
Dirigenten
von 1892 – 1922 von 1920 – 1923 von 1923 – 1928 von 1928 – 1929 von 1929 – 1930 von 1930 – 1933 von 1950 – Januar 1984 von Januar 1984 – Herbst 1984 von Herbst 1984 – November 1987 von November 1987 – Herbst 1989 von Herbst 1989 – April 1991 von Mai 1991
Johan Diesternich Lehrer Anton Spix Lehrer Justus Hody Valentin Schlossmacher Lehrer Karl Schiffer Lehrer Grunewald Josef Luxen Wolfgang Kompalka Kurt Carstens Anno Hein Kurt Carstens Heinz Sistig
Grußwort zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des MGV 1892 Vussem
Zum 100-jährigen Bestehen sage ich dem Männer-Gesang-Verein Vussem die herzlichsten Glückwünsche.
Im Jahre 1892 wählten sich Vussemer Männer den Gesang und die Musik als Wegbegleiter. Sie legten damit den Grundstein der Chorarbeit, die durch die Jahrzehnte hindurch geprägt war von Idealismus, Engagement und Kameradschaft. Die Chorarbeit ist ein aktiver Beitrag zum kulturellen Leben eines Ortes. In der umfangreichen Chronik des Männer-Gesang-Vereins wird dies durch die Teilnahme an zahlreichen festlichen Anlässen dokumentiert, bei denen der Gesang nicht nur den Rahmen, sondern einen wesentlichen Bestandteil des Festes gebildet hat.
Die Freude am Gesang ist ein Erlebnis, das der Chor seinen Zuhörern durch ein großes Repertoire vermittelt. Der Männer-Gesang-Verein Vussem hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Ideen in die Tat umgesetzt, Noten und Texte lebendig werden lassen. Seinen Dirigenten Julius Hody, Josef Luxen, Kurt Carstens, Anno Hein und Heinz Sistig verdankt der Männer-Gesang-Verein sein musikalisches Können. Diese Chorarbeit wurde bei Gutachtersingen vielfach gelobt als Ausbildung eines vollen und harmonischen Chorklanges in ansprechender Tonreinheit. Auch der Vorstand, an dessen Spitze heute Willi Schütt steht, verstand es, die organisatorischen Geschicke zu leiten und dem Verein immer wieder neue Impulse zu geben.
Eine Gemeinschaft, die das zu geben vermag, hat Bestand. In diesem Sinne wünsche ich dem Männer-Gesang-Verein 1892 Vussem auch für das nächste Jahrhundert viel Erfolg und ein herzliches, „Glückauf“ !
Grußwort Werner Krokowski
Es ist mir eine Ehre und Freude, dem MGV 1892 Vussem zu seinem 100-jährigen Bestehen herzliche Glückwünsche im Namen des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen aussprechen zu können. Zugleich danke ich für die in dieser langen Zeit erfolgreich geleistete Arbeit und anerkenne die Stetigkeit und Beständigkeit, mit der die vielen Generationen an Sängern diesen Verein erfüllt haben. In Konzerten, öffentlichen und vereinsinternen Auftritten ist der Chor dem Anspruch des Kulturprogrammes des Deutschen Sängerbundes gerecht geworden.
Für die jahrelange erfolgreiche Pflege des Chorgesangs und für die, für die Allgemeinheit geleistete wertvolle und gemeinnützige Kulturarbeit wird dem Chor am 10. Mai 1992 Dank und Anerkennung durch die Verleihung der ZelterPlakette durch den Bundespräsidenten ausgesprochen. Diesem Dank schließe ich mich schon jetzt sehr gerne an.
Die Veranstaltungen des Chores im Jubiläumsjahr werden dem Jubiläum einen würdigen Rahmen verleihen. Ich wünsche allen Veranstaltungen viel Erfolg und grüße alle daran beteiligten Sängerinnen und Sänger sehr herzlich. Den MGV 1892 Vussem begleiten meine guten Wünsche in die nächsten Jahrzehnte.
Werner Krokowski Präsident des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen e.V.
Grußwort
Im Vereinsleben zählen Jubiläen von jeher zu den schönsten Festen, zumal wenn es sich um einen „runden Geburtstag“ handelt. Der Männergesangverein Vussem feiert im Juni 1992 sein 100jähriges Bestehen und kann voller Stolz auf ein Jahrhundert vorbildliche Arbeit im Dienst der Musik zurückblicken.
In dieser Zeit ist der MGV Vussem seinen Aufgaben in jeder Beziehung gerecht geworden. Durch die Pflege der Chormusik hat er einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des Liedgutes geleistet und darüber hinaus das dörfliche Miteinander positiv beeinflußt. Gerade heute ist es wichtiger denn je, Traditionen lebendig zu halten und sie auch für die Jugend attraktiv zu gestalten.
Mit unseren Glückwünschen zum 100jährigen Bestehen verbinden wir den Dank an den Vorstand des Männgergesangvereins, den Chorleiter und die Aktiven für all die Mühen im Interesse der Gemeinschaft. Wenn man jungen Mitbürgern den Wert und die Schönheit der Musik nahebringt, vermittelt man ihnen damit auch ein Stück Heimat und schlägt Brücken zwischen den Generationen.
Wir sind überzeugt davon, daß das Wirken der Gesangvereine auch fortan allen Mitmenschen Freude schenken wird. Allen Chören im Kreis Euskirchen wünschen wir weiterhin viel Erfolg und dem MGV Vussem einen guten Start in das zweite Jahrhundert der Vereinsgeschichte.
Mögen die dreitägigen Jubiläumsfeierlichkeiten in Vussem für alle Freunde des Chorgesangs ein Erlebnis werden und möge die Musik viele neue Freunde gewinnen.
Grußwort der Stadt Mechernich zum 100 jährigen Bestehen des MGV 1892 Vussem
In der Reihe der Orts- und Vereinsjubiläen, die aufgrund der großen Zahl und Vielfalt unserer Vereine keine Seltenheit sind, nimmt das Jahrhundertjubiläum des MGV 1892 Vussem einen herausragenden Platz ein. 100 Jahre Vereinsgeschichte sind etwas ganz besonderes, zeugen sie doch von einer über vier Generationen hinweg lebendig erhaltenen und immer wieder neu gestalteten Gemeinschaft, die sich in guten wie in schlechten Zeiten bewährt hat. Das vor 100 Jahren gesteckte Ziel, durch Gesang Freude zu erleben und sie auch weiterzugeben, war stets die Triebfeder für Männer mit stimmlicher Begabung, die Singgemeinschaft zu suchen und mit dieser das kulturelle Leben zu bereichern.
Es sind die Vereine, die auf breiter Basis Raum und Gelegenheit zu kreativer Betätigung des Menschen schaffen, die über die Generationen und über Generationsschranken hinweg kulturelle und gesellschaftspolitische Traditionen vermitteln. Die Arbeit, die in den Laienchören geleistet wird, beglückt und bereichert. Unsere Welt wäre arm, wenn Musik nur noch aus Lautsprechern ertönen würde. Musik muß immer wieder neu und Lebendig zum Klingen gebracht werden.
Es ist heute besonders wichtig, daß die Laienchorbewegung ihre Lebendigkeit und Dynamik dadurch wiedergewinnt, daß sie falsche Traditionen hinter sich läßt und die veränderten Wünsche der jüngeren Generation berücksichtigt. Dann – und nur dann – haben Chöre auch Zukunft.
Wir gratulieren dem MGV 1892 Vussem ganz herzlich zum 100 jährigen Bestehen und verbinden damit unseren Dank an alle, die diesen Verein über eine so lange Zeit durch viele Höhen und Tiefen geführt und belebt haben. Möge es auch künftig gelingen, Jugendliche für den Chorgesang und die Chorgemeinschaft zu begeistern, damit der MGV Vussem ein aktiver Mittler der Kraft bleibt, die die Musik den Menschen schenkt!
Mit einem herzlichen Glückauf
Grußwort
Zum 100-jährigen Bestehen des MGV Vussem übermittelt der Sängerkreis Schleiden die herzlichsten Glückwünsche. Der Chorgesang ist ein wesentlicher Faktor im Musikleben unserer Heimat und zugleich Ausdruck kulturellen Schaffens in den Chören unseres Landes. Das Chorsingen wird den Beteiligten wie auch den Zuhörern immer wieder zu einem neuen Erlebnis, weil es die Herzen verbindet und Freude spendet. Es ist eine nicht zu unterschätzende Form der Verständigung unter den Völkern. Die Pflege des Liedgutes ist geeignet, die Liebe zur Heimat zu fördern und zu stärken. Wegen seiner hohen geistigen und sittlichen Werte ist der Chorgesang aus dem kulturellen Leben unserer Dörfer und Städte nicht mehr wegzudenken. Es ist aber auch unbestritten, daß das musikalische Bild und künstlerische Gesicht unserer Zeit ständigen Wandlungen unterworfen sind. Von diesen Gegebenheiten werden zwangsläufig auch unsere Chöre betroffen. Das aber bedeutet, wenn der Chorgesang auch weiterhin seiner Aufgabenstellung gerecht werden will, daß er mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht nur die Pflege überkommenen Liedgutes, sondern auch die Pflege und Förderung zeitgenössischer Kompositionen als seine vordringlichste Aufgabe ansehen muß. Die Voraussetzungen dazu sind nicht zuletzt in der Bodenständigkeit unserer Chorvereinigungen in allen Bevölkerungskreisen zu finden, denn nur dort ist eine stete Anpassung an die jeweiligen Zeitgegebenheiten garantiert.
Der MGV Vussem hat sich in den 100 Jahren seines Bestehens mit Liebe und Hingabe der Pflege des Chorgesanges gewidmet. Wahre Sangesbrüderlichkeit und ein familiärer Zusammenhalt waren bei ihm immer zutiefst verwurzelt. Hohen kulturellen Werten hat der MGV Vussem nunmehr 100 Jahre lang nach besten Kräften gedient. Den Bürgern des Ortes, aber auch über die Grenzen des Heimatortes hinaus, konnte er damit viel echte Freude in schweren und guten Zeiten vermitteln. Dafür sei ihm heute gedankt.
Ein „Glückauf“” für den weiteren erfolgreichen Weg.
Der Vorstand des Sängerkreises Schleiden.
Hans Pesch Heinz Ströder Kreisvorsitzender Kreischorleiter
Grußwort
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, unser Männergesangverein 1892 Vussem feiert seinen 100. Geburtstag.
Die Geschichte dieses traditionsreichen Vereins ist die Geschichte einer Gruppe von interessierten und engagierten Idealisten unseres Ortes, die für ihre Mitbürger das ererbte Liedgut über viele Jahre hinweg hegten und pflegten. Sie opferten ihre Freizeit der häufigen und oft harten Probenarbeit, um uns alle für ein paar Stunden in das Reich der Musik zu entführen, wodurch wir die Sorgen und Mühen unseres Alltags vergessen konnten. Dies bedeutet 100 Jahre Pflege eines unserer schönsten Kulturgüter, der des Liedes. Es bedeutet für die Dorfgemeinschaft 100 Jahre Freude am Gesang, was sich ja auch bei vielen Festen in unserem Ort immer wieder zeigt. Ich denke hier auch besonders an unsere alten und kranken Mitbürger, denen der MGV Vussem schon manche schöne Stunde durch seinen Gesang beschert hat. Unser Ort hat durch die musikalische Botschaft und Werbung durch den MGV Vussem schon viele Freunde in Nah und Fern gefunden und ist durch sein Mitwirken bei Konzerten, Festen und kulturellen Anlässen zu einem festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft geworden.
Ich danke allen, die sich bisher um das Bestehen und die Förderung des Männergesangvereins Vussem verdient gemacht haben, vor allem denen, die dem Verein auch in schlechten Zeiten treu geblieben sind. Dem MGV gebührt Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit, die sich auch gelohnt hat, denn unser MGV Vussem kann sich überall hören lassen. Ich gratuliere dem Verein aufs herzlichste und wünsche ihm für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und einen besonders harmonischen Verlauf der Jubiläumsfeierlichkeiten.
Matthias Vogelsberg Ortsvorsteher
Grußwort
Zum l00 jährigen Bestehen des MGV 1892 Vussem entbieten wir allen Sängerinnen und Sängern, Gästen und Freunden des Chorgesanges einen herzlichen Willkommensgruß.
„Mit Liedern durch ein Jahrhundert“
Unter diesem Motto wollen wir unser Gründungsfest gebührend feiern. Hundert Jahre sind seit Gründung des MGV vergangen. Hundert Jahre voller Spannung und Krisen im Weltgeschehen und – wie die Vereinschronik berichtet – mit Höhen und Tiefen im Vereinsleben. Aber alle Schwierigkeiten konnten eine beständige Entwicklung des Vereins nicht aufhalten. Die Freude am Gesang, der Geist echter Kameradschaft und der Wille, anderen Menschen eine Freude zu bereiten, haben den Fortbestand des MGV bis heute gesichert. Hundert Jahre strebsames Bemühen und erfolgreiches Wirken auf dem Gebiet des Chorgesanges. Man kann sagen, daß der MGV Vussem in unseren Heimatgebiet einen großen Anteil an der Förderung und Mitgestaltung des kulturellen Lebens hat.
Voller Dankbarkeit und Hochachtung gedenken wir derer, die unseren Verein gründeten, und derer, die ihn in den vergangenen Jahren weiterführten. Sie schufen ein edles Werk und hinterließen uns eine dankbare Aufgabe.
So mögen bei diesem Geburtstagsfest frohe Lieder zur Erbauung und Freude all derer erklingen, die Harmonie und wahre Gemeinschaft lieben und schätzen. Wir wünschen unseren Gastchören beim Freundschaftssingen viel Erfolg und allen „Geburtstagsgästen“ harmonische Stunden im Kreise von Freunden des Chorgesanges.
Grußwort des damaligen Vorsitzenden Matthias Schmidt (†)
Matthias Schmidt
Zum 40-jährigen Bestehen des Musikvereins Vussem entbiete ich allen Gästen und Freunden ein herzliches Willkommen.
Ich möchte mich bei allen Mitgliedern bedanken, die sich in den Dienst der Gemeinschaft stellen und so dem Verein zu Ansehen verhelfen. Ein besonderer Dank gilt unserem verstorbenen Dirigenten Josef Luxen, dem Initiator und Gründer des Vereins. Danken möchte ich ebenfalls den Freunden und Gönnern, die den Verein in den letzten Jahren tatkräftig unterstützt haben.
Jeder Verein wird Höhen und Tiefen erleben, besonders in der heutigen Zeit, da man nur auf Knopfdruck, ohne eigene Aktivitäten, jede Art von Musik bekommen kann. Dazu kommen Abgänge durch Studium, Beruf, Heirat oder Umzug. Trotzdem ist es uns bisher gelungen, eine Truppe zu halten, die sich vielen Anforderungen stellt.
Natürlich brauchen wir, wie viele andere Vereine auch, jungen Nachwuchs. Wir helfen gerne bei der Ausbildung und wünschen uns, dass sich noch viele entscheiden, Musik hautnah zu erleben.
So hoffe ich, dass dieses Fest den Musikern des Musikvereins Vussem für neue Aufgaben Auftrieb und Kraft geben wird. Das Fest soll aber auch Anregung in der Bevölkerung wecken, den Verein bei seinen Aufgaben zu unterstützen.
Matthias Schmidt Vorsitzender
Grundsteinlegung Pfarrheim Vussem mit dem MV Vussem (Bericht aus der Kölnischen Rundschau 1997)
Grußwort des ehemaligen Pastors Bernhard Frohn (†)
Der Musikverein Vussem wird vierzig, d.h. er ist im besten Alter! Aus meiner Zeit, in der ich als Pfarrer für die Gemeinde St. Margaretha zuständig war, erinnere ich mich dankbar an die regelmäßige Mitwirkung des Musikvereins bei kirchlichen Feiern und Prozessionen. Möge dieses Engagement immer so bleiben!
Ich wünsche dem Musikverein zu seinem Jubiläum für alle Zukunft viele Mitglieder, Musiker und Musikerinnen, die mit Freude und Eifer bei der Sache sind!
Ihr früherer Pastor Bernhard Frohn
Grußwort Erik Pühringer
Liebe Mitglieder und Freunde des Musikvereins Vussem,
1962 hat sich der Musikverein in Vussem gegründet. In diesem Jahr feiern Sie Ihr 40 Jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass übermittle ich Ihnen meinen Gruß und Segenswunsch. In den zurückliegenden 4 Jahrzehnten haben die Musiker des Musikvereins Vussem vieles erreicht. Durch das gemeinsame Musizieren haben Sie den Zusammenhalt untereinander und das Gemeinschaftsgefühl füreinander gestärkt. Gleichzeitig haben die vielfältigsten Anlässe, bei denen der Musikverein sein Können unter Beweis stellen konnte, das Leben in der Pfarrgemeinde Vussem-Breitenbenden und darüber hinaus bereichert. Vielen Menschen hat Ihr Spielen und Musizieren in den letzten 40 Jahren eine große Freude bereitet. Bis auf den heutigen Tag pflegt der Musikverein Vussem das gemeinsame Musizieren sowie die Freundschaft und Kameradschaft untereinander, ohne die das gemeinsame Spielen nicht möglich wäre. Möge es auch in Zukunft eine Vielzahl von Anlässen geben, bei denen die Musiker des Musikvereins Vussem durch Ihr Musizieren deutlich machen, wie viel Freundschaft und Zusammengehörigkeit bewegen und bewirken können. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen und Ihrem Verein alles Gute und Gottes Segen.
Ihr Pastor Erik Pühringer
Grußwort des ehem. Ortsvorstehers Johannes Klinkhammer (†)
In diesem Jahr, im Jahre 2002, feiern wir mit dem Musikverein Vussem ein nicht alltägliches Fest. Der Verein wird 40 Jahre alt. Dies ist nicht nur ein Grund zur Freude, sondern auch ein ganz besonderer Anlass dazu, allen Vereinsmitgliedern, dem Vorstand und dem Dirigenten, den Aktiven sowie den Freunden und Gönnern des Vereins herzlichen Glückwunsch zu sagen. Der Musikverein Vussem bereichert nicht nur das Angebot zur musikalischen Betätigung und Freizeitgestaltung, sondern trägt auch in hohem Maße zur Pflege der örtlichen Gemeinschaft bei, welche er aktiv mitgestaltet und fördert. Bei frohen, aber auch bei besinnlichen Anlässen unseres Dorfgeschehens bietet der Musikverein stets einen würdigen Rahmen. Es muss betont werden, dass Vorstand, Dirigent und Vereinsmitglieder stets bereit sind, bei öffentlichen und privaten Gelegenheiten ihre Freizeit zu opfern und unsere Feste zu verschönern. Unseren Jugendlichen bietet der Verein die Möglichkeit, ein Instrument zu erlernen und in einer Gemeinschaft zum Wohle des Dorfgeschehens tätig zu werden. Der Musikverein hat auch über das Stadtgebiet Mechernich hinaus einen guten Namen.
Allen Vereinsmitgliedern und den Gästen wünsche ich schöne Festtage und den zukünftigen musikalischen Veranstaltungen auch weiterhin einen harmonischen und erfolgreichen Verlauf.
Johannes Klinkhammer Ortsvorsteher
40 Jahre Musikverein Vussem
Im Mai 1962 wurde der Gedanke, eine Bläsergruppe innerhalb des MGV 1892 Vussem zu gründen, in die Tat umgesetzt. Durch die Unterstützung der damals zuständigen Gemeinde Vussem-Bergheim konnten einige Instrumente gekauft werden, teilweise befanden sich Instrumente bereits im Privatbesitz. Die ersten Proben unter Leitung von Josef Luxen fanden im kleinen Zimmerchen in der Gaststätte „Schneidmühle“ statt. Im Jahre 1962 wurden schon Martinszüge geblasen.
Es folgten Feiern und Feste innerhalb der Gemeinde oder der nächsten Nachbarschaft. 1965 war man bereits in der Lage, am Musikfest in Vussem mit einem guten Programm aufzutreten. Die Blaskapelle entwickelte sich durch die Unermüdlichkeit ihres Dirigenten immer weiter. 1967 nahmen die Bläser am Musikfest in Alendorf teil. Es folgte ein Schützenfest in Mayrode (Belgien). 1970 ein Weinfest in Heimersheim (Ahr). Es ging längst über die Kreisgrenze hinaus.
Natürlich wurde durch Feste und Fahrten die Geselligkeit und Kameradschaft gepflegt. Die erste größere Tour führte im Jahre 1973 nach Ribnica (Jugoslawien).
In schöner Erinnerung bleibt auch die Fahrt 1979 nach Rothenburg 0.T. Vorsichtig wurden die Instrumente verladen. Unterwegs bemerkte man, dass die Noten im Proberaum in der Heimat geblieben waren.
Von 1980 bis 1984 gehörte der Vussemer Musikverein auch dem Eifelland Blasorchester an.
1984 war der Musikverein in Heidelberg. „Alle schliefen sie bei ıhrem Freund, außer Marietta, für die war kein Bett da.“
1984 verstarb plötzlich der Dirigent Josef Luxen. Für die Musiker brach eine Welt zusammen. Nach kurzer Pause wusste von den Aktiven jeder, dass neben der Trauer auch der Wille stehen musste, Josef Luxens Lebenswerk fortzuführen. Es hat viel Mühe zum Wiederaufbau gebraucht. Als der Zapfenstreich zum Feuerwehrfest im Jahre 1986, zum 1. Mal unter der Leitung des neuen Dirigenten Hans Hubert Schmidt, erklang, wusste jeder, der Musikverein Vussem war wieder da.
Das Jahr 1992 führte die Musiker nach Aschaffenburg, wo sie in den dortigen Wäldern von den Spessarträubern überfallen wurden.
Bei einer Stadtbesichtigung in Prag 1996 verlor der Verein in der „Goldenen Gasse“ für Stunden seinen Vorsitzenden Matthias Schmidt. Dieser hatte sich einer anderen Reisegruppe angeschlossen.
Kirmes und Musikfest im Jahre 1997
Wir schreiben das Jahr 2002, mittlerweile sind weitere Jahre ins Land gegangen. Durchschnittlich 60 Einsätze tätigt der Musikverein, neben den wöchentlichen Proben, jährlich.
Möge der Verein auch in Zukunft allen zur Freude aufspielen.
Da lacht selbst der Musiker
Tenorhornist zum Posaunisten: „Grüße ihn bitte ganz lieb von mir, ja?“ Posaunist: „Wen denn?“ Tenorhornist „Na, den Ton, wenn du ihn denn mal treffen solltest!“
Wie viele Bassisten braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln? Fünf, einer hält die Birne fest, die anderen trinken Bier, bis die Decke sich dreht.
Was macht man mit einem Bläser, der nicht spielen kann? Gebe ihm zwei Stöcke, setze ihn nach hinten und sag zu ihm, er sei ab jetzt Schlagzeuger.
Was macht man, wenn er das auch nicht kann? Nimm ihm einen Stock weg, stell ihn nach vorne und sag ihm, er sei ab jetzt Dirigent.
Der Trompeter des Orchesters, ein starker Raucher, klagt seit geraumer Zeit über Kopfschmerzen. Er sucht den Arzt auf. Der stellt eine klare Diagnose: „Ihr Gehirn ist total verrußt, das muss gereinigt werden. Lassen sie das Gehirn mal hier. Ich reinige es, nach drei Wochen können sie es wieder abholen.“ Der Trompeter ist einverstanden. Die drei Wochen sind um. Der Trompeter holt sein Gehirn jedoch nicht ab. Nach zwei Monaten trifft der Arzt den Trompeter: „Wollen Sie Ihr Gehirn nicht wieder abholen?“ „Nein, das brauch ich nicht mehr, ich bin Dirigent geworden.“
Warum kann ein Dirigent gefahrlos seine Finger in eine Steckdose stecken? Weil Dirigenten schlechte Leiter sind.
Warum mögen Flügelhornisten keine Friedhöfe? Zu viele Kreuze!
Ein Trompeter wurde gefragt, wen er denn lieber hätte, seine Frau oder seine Trompete. Er antwortete: „Die Trompete, da kann ich das Mundstück abmachen.”
Karneval 1965
Karneval 1966
Karneval 1972
◄ Kirmes 1972
▼ Musikverein im Jahr 1973
Seniorentag 1973
Konzert 1976
Haustaufe Müller Kirmes 1977
Flügelhörner 1977
Silberhochzeit Schmidt 1979
Lebenshaltungskosten in den 70’ern
Zeitungsausschnitte 1980
Eifelland Blasorchester 1980
Karneval 1981
Hochzeit Anklam 1983
Kirmes 1983
Erinnerungen An den Margaretenhof
Fahrt nach Heidelberg 1984
Heilig Abend 1985
Feuerwehrfest 1986
Kinderfest 1986
Kölner Stadtanzeiger 1987
Kölnische Rundschau 1989
Jahresabschluss 1991
Karnevalskostüm 1992
Musikverein Vussem 1992
Fahrt in den Spessart 1992
Grillfest 1994
Margaretenfest 1994
Maifeier 1995
Margaretenfest 1995
Karneval 1996
Kölnische Rundschau
Margaretenfest 1996
Karneval 1997
Musikfest Hecken 1997
Kölnische Rundschau 2000
Einweihung „Josef Luxen Straße 2001“
Musikfest Hecken 2002
Kölnische Rundschau
Musikverein Vussem im Jubiläumsjahr
Die aktiven Mitglieder des Musikvereins im Jubiläumsjahr
Dirigent
Hans Hubert Schmidt
Flügelhorn
Hubert Lock
Herbert Phillips
Daniela Rehbein
Toni Scheuer
Franz-Josef Schmidt
Bass
Dieter Krämer
Tenorhorn
Albert Hein
Peter Hein
Josef Winter
Posaune
Mischa Kreuser
Matthias Schmidt
Saxophon
Bruno Gülden
Jennifer Gülden
Birgit Kurth
Resel Schmidt
Klarinette
Marietta Schmidt
Flöte
Claudia Vus
Trompete
Thomas Krämer
Berthold Kurth
Ralf Schneider
Frank Still
Rhythmus
Josef Braun
Christian Nikoleit
Bernd Zervos
Schlusswort: Herzlichen Dank all denen, die dazu beigetragen haben, dass diese Festschrift entstanden ist.
Alle Familien aus dem Familienbuch von Bauer bis Fullem!
Name
Vorname
Stand
Name
Vorname
Bauer
Theisgen
ꚙ
17.07.1792
Weyer
Eheleute
Matthias
Bauer
Katharina
Theisgen
* ?
Freilingen
* 13.11.1770
Vussem
† 30.04.1821
Vussem
† 31.07.1827
Vussem
Eltern
Peter
Bauer
Johannes
Theisgen
Anna Katharina
Koch
Maria Elisabeth
Lambertz
Kinder
Johannes
* 25.10.1793
ꚙ
Wilhelm Josef
Erlen
Honnef
Margarethe
* 22.12.1795
ꚙ
Anton
Wiesel
Zingsheim
Gertrud
* ?
Benoit
Klinkhammer
ꚙ
17.09.1862
Vussem
Eheleute
Paul
Benoit
Anna Sibille
Klinkhammer
* 01.11.1830
Crombach
* 13.11.1770
Vussem
† ?
Vussem
† 31.07.1827
Vussem
Eltern
Andreas
Benoit
Jakob
Klinkhammer
Anna Katharina
Reuland
Agnes
Henrichs
Kinder
Anna Elisabeth
* 20.02.1863
ꚙ
Anton
Lingscheid
Frohngau
ꚙ
Michael
Golbach
Vussem
Johannes
* 27.04.1864
ꚙ
Anna Katharina
Mertens
Gertrud
* 08.06.1867
† 23.08.1867
Peter
* 29.05.1870
Bemerkung:
Paul Benoit, zu deutsch Benedikt, kam aus der Nähe von St. Vith nach Vussem und bewohnte mit seiner Familie das kleine Fachwerkhaus, heute Trierer Straße 21. Bem Haus hing bald der Name "Benewitz" (von Benoit) an.
Bertram
Wielspütz
ꚙ
05.02.1785
Weyer
Eheleute
Johannes Peter
Bertram
Anna Katharina
Wielspütz
* ?
Bouderrath
* 30.04.1762
Vussem
† 08.12.1822
Vussem
† 13.06.1824
Vussem
Eltern
Peter
Bertram
Wilhelm
Wielspütz
Eva
Holzmühlen
Gertrud
Lepertz
Kinder
Johannes Peter
* 13.02.1786
ꚙ
Christine
Steinfeld
Großvernich
ꚙ
Gertrud
Milz
Nettersheim
Johannes Michael
* 09.04.1788
Matthias
* 02.03.1791
ꚙ
Elisabeth
Latz
Vussem
Johannes Emmerich
* 15.12.1793
Anna Katharina
* 21.12.1796
Anna Barbara
* 19.03.1800
Anna Katharina
* 29.03.1804
Bertram
Steinfeld
ꚙ
Eheleute
Johannes Peter
Bertram
Christine
Steinfeld
* 13.02.1786
Vussem
* ?
Großvernich
† 14.06.1848
Vussem
† 28.11.1827
Vussem
ꚙ
Gertrud
Milz
Nettersheim
Eltern
Johannes Peter
Bertram
Nikolaus
Steinfeld
Anna Katharina
Wielspütz
Cäcilia
Malberg
Kinder
Katharina
* 20.01.1824
Apolonia
* 24.12.1825
† 06.09.1830
Johannes
* 16.11.1827
Bemerkung:
Christine Steinfeld starb kurz nach der Geburt des dritten Kindes im Alter von 30 Jahren!
Bertram
Milz
ꚙ
Eheleute
Johannes Peter
Bertram
Gertrud
Milz
* 13.02.1786
Vussem
* ?
Nettersheim
† 14.06.1848
Vussem
† 04.04.1841
Vussem
Eltern
Johannes Peter
Bertram
Peter
Milz
Anna Katharina
Wielspütz
Kinder
Theodor
* 05.05.1830
† 15.05.1831
Margarethe
* 13.09.1831
† ?
Werner
* 11.09.1833
† 25.02.1846
Maria Gertrud
* 25.05.1836
† 03.06.1836
Margarethe
* 04.07.1840
† 23.12.1841
Bertram
Latz
ꚙ
23.02.1819
Holzheim
Eheleute
Matthias
Bertram
Elisabeth
Latz
* 02.03.1791
Vussem
* 02.04.1796
Vussem
† 24.01.1854
Vussem
† 13.05.1863
Vussem
Eltern
Johannes Peter
Bertram
August
Latz
Anna Katharina
Wielspütz
Magdalena
Falkenberg
Kinder
Johannes Emmerich
* 05.03.1820
ꚙ
Katharina
Siever
Nierfeld
Heinrich
* 26.10.1822
† 13.03.1825
Michael
* 08.05.1826
ꚙ
Elisabeth
Schneider
Vussem
Maria Anna
* 23.05.1829
ꚙ
Johannes
Lauterbach
Vussem
Heinrich
* 01.05.1833
ꚙ
Anna
Koch
Vussem
Anna Barbara
* 17.01.1837
ꚙ
Johannes
Rutt
Vussem
Bemerkung:
Die Eheleute Bertram/ Latz wohnten vermutlich bereits dem Haus oberhalb der Kapelle am Harter Weg 3. Hier hiess es auch an "Lisbedde". Der Hausname ist womoglich im Zusammenhang mit dem Vornahmen Elisabeth (Elisabeth Latz) zu sehen.
Bertram
Siever
ꚙ
09.10.1844
Eiserfey
Eheleute
Johannes Emmerich
Bertram
Katharina
Siever
* 05.03.1820
Vussem
* 28.03.1820
Nierfeld
† 27.11.1879
Vussem
† 27.03.1897
Vussem
Eltern
Matthias
Bertram
Michael
Siever
Elisabeth
Latz
Maria Katharina
Hupp
Kinder
Johannes Emmerich
* 12.10.1944
ledig
† 02.01.1889
Michael
* 02.08.1847
ledig
† 09.09.1873
Heinrich
* 06.08.1850
ꚙ
Anna Maria
Wielspütz
Vussem
Agnes
* 16.11.1862
ꚙ
Wilhelm
Velser
Kallmuth
Bemerkung:
Johannes Emmerich ließ sich mit seiner kleinen Familie der "Katzejass", der heutigen Trierer Straße nieder. Her erbaute er das kleine Fachwerkhaus mit Stallung vor der späteren Turnhalle. Das Anwesen wurde 1962 von seinem Enkel Josef Velser abgerissen. Die beiden Nachkommen der Eheleute Bertram und Anna Maria Wielspütz verstarben im Kindesalter. Heinrich Bertram verstarb im Alter von 31 Jahren. Die Eheleute Agnes Bertram und Wilhelm Velser haben aufgrund ihrer 10 Kinder eine große Nachkommenschaft Vussem und Umgebung.
Bertram
Schneider
ꚙ
23.09.1852
Vussem
Eheleute
Michael
Bertram
Anna Elisabeth
Schneider
* 08.05.1826
Vussem
* 05.09.1831
Vussem
† 06.01.1868
Vussem
† 23.04.1896
Vussem
Eltern
Matthias
Bertram
Christian
Schneider
Elisabeth
Latz
Katharina
Wielspütz
Kinder
Johannes
* 12.10.1944
ꚙ
Elisabeth
Lauterbach
Vussem
Heinrich
* 18.02.1856
ꚙ
Barbara
Wolf
Breitenbenden
Margarethe
* 24.03.1859
Peter
* 05.08.1862
Katharina
* 10.02.1967
ꚙ
Johann
Linden
Bergheim
Bemerkung:
Michael Bertram zog mit seiner Familie ebenfalls der "Katzejass", wo er der Nachbarschaft seines Bruders Johannes Emmerich estattliches Fachwerkhaus erbaute. Das später unter dem Namen "Hexenhaus" bekannte Anwesen wurde den 1960er Jahre abgerissen. Katharina Bertram ist die Stammmutter der Vussemer Familie Linden. Kinder des Johannes Bertram und der Elisabeth Lauterbach sollen die Umgebung von Aachen gezogen sein.
Bertram
Koch
ꚙ
12.11.1864
Holzheim
Eheleute
Heinrich
Bertram
Anna Gertrud
Koch
* 01.05.1833
Vussem
* 25.02.1843
Vussem
† 15.04.1896
Vussem
† 25.04.1924
Vussem
Eltern
Matthias
Bertram
Peter
Koch
Elisabeth
Latz
Anna Margarethe
Lepertz
Kinder
Barbara
* 05.09.1865
ꚙ
Peter Wilhelm
Gülden
Vussem
Johannes
* 07.02.1868
ledig
Heinrich
* 12.08.1870
Wilhelm
* 28.08.1872
ꚙ
Rosa
Kiesel
Trier
Agnes
* 28.08.1874
Michael
* 21.03.1877
ꚙ
A. Barbara
Klinkhammer
Vussem
Matthias
* 13.11.1879
ꚙ
Marianne
Kolvenbach
Vussem
Anna
* 06.09.1882
ledig
Bemerkung:
Über die Eheleute Bertram/ Kiesel hat sich der Name bis heute Vussem erhalten. Aus der Ehe des Matthias Bertram mit Marianne Kolvenbach entstammt der vermutlich einzige aus Vussem hervorgegangene Geistliche Johannes Bertram. Eine große Nachkommenschaft geht auf die Eheleute Bertram/ Kolvenbach zurück, die Breitenbenden ansässig wurden. Hier dürfte der Familienname auch weiterherhalten bleiben.
Bertram
Reichard
ꚙ
00.00.1796
Gemünd
Eheleute
Jakob
Bertram
Elisabeth
Reichard
* ?
Drolshagen
Eltern
Johannes Peter
Bertram
Arnold
Reichard
Anna Maria
Schliper
Christine
Poelcker
Kinder
Maria Gertrud
* Gemünd
Apolonia
* Gemünd
ꚙ
Peter
Bongard
Daniel
* Gemünd
ꚙ
Johanna Katharina
Thoss
Hellenthal
ꚙ
Helena
Thoss
Hellenthal
Friedrich Wilhelm
* Gemünd
Maria Wilhelma
* Gemünd
Bemerkung:
Zu den wenigen evangelischen Familien des früheren Vussem gehörten die Bertrams, die aus Drolshagen über Gemünd nach Vussem kamen. Als Schmidemeister betrieben sie das Schneid- und Hammerwerk Vussem. Jakob Bertram wohnte mit seiner Familie der "Schneidmühle". Er oder seSohn Daniel war es, der das Wohnhaus und die bis August 2010 noch Betrieb befindliche Gaststätte "Zur Schneidmühle" erbauten und eine Lizenz zum Ausschank erhielten.
Bertram
Thoss
ꚙ
Eheleute
Daniel
Bertram
Johanna Katharina
Thoss
* 1804
Gemünd
* ?
Hellenthal
† 20.06.1842
Vussem
Schneidmühle
Eltern
Jakob
Bertram
Hermann
Thoss
Elisabeth Reichard
Reichard
Katharina Gertrud
Tönnes
Kinder
Hermann Carl
* 08.11.1839
Christina C. Apolonia
* 25.10.1841
ꚙ
August
Axmacher
Bemerkung:
Johanna Katharina Thoss verstarb im Alter von 24 Jahren. Hiernach heiratete Daniel Bertram eine Schwester der verstorbenen Frau.
Bertram
Thoss
ꚙ
27.01.1844
Vussem
Eheleute
Daniel
Bertram
Helene
Thoss
* 1804
Gemünd
* ?
Hellenthal
† 25.08.1879
Vussem
Eltern
Jakob
Bertram
Hermann
Thoss
Elisabeth Reichard
Reichard
Katharina Gertrud
Tönnes
Kinder
Pauline Sophia
* 27.01.1846
ꚙ
unbekannt
Schuh
Henriette Gertrud
* 23.04.1848
ꚙ
unbekannt
Löht
Siegesmund
* 23.04.1848
ꚙ
Anna
Heil
Hannover
Bemerkung:
Daniel Bertram führte über Jahrzehnte das Hammerwerk und die gleichnamige Gaststätte "Zur Schneidmühle". Nach seinem Tod ging das Erbe auf seinen Sohn Siegesmund über, der Vussem ohne Nachkommen verstarb. Die Gaststätte erbte dessen Nichte Anna Donner
Bertram
Lückerath
ꚙ
Eheleute
Theodor
Bertram
Anna Gertrud
Lückerath
* ?
Drolshagen
* ?
Breitenbenden
Eltern
Johannes Peter
Bertram
Johannes Matthias
Lückerath
Anna Maria
Schliper
Elisabeth
Dauben
Kinder
Jakob
* ?
Theodor
* 03.06.1805
Wilhelm
* ?
Hubert Josef
* 1809
Bemerkung:
Die Kinder Jakob und Wilhelm wurden entsprechend der Religion des Vaters evangelisch. Theodor und Hubert Josef entsprechend der Mutter katholisch getauft. Der Hammerschmied Theodor Bertram wohnte mit seiner Familie zeitweise Breitenbenden und war mit seinem Bruder Jakob Betreiber des Hammerwerks und der Schneidmühle Vussem.
Bott
Müller
ꚙ
Eheleute
Peter
Bott
Anna Maria
Müller
* ?
Hergarten
* 06.06.1821
Vussem
† 10.03.1851
Vussem
† 02.12.1888
Vussem
weitere Ehe mit Adolf Hermanns
Eltern
Matthias
Bott
Josef
Müller
Eva
Gaer
Katharina
Theisen
Kinder
Margarethe
* 25.10.1844
† 29.11.1844
Johannes Peter
* 02.07.1848
† 27.09.1849
Castenholz
Kaffertz
ꚙ
Eheleute
Peter
Castenholz
Sibille
Kaffertz
Kinder
Margarethe
* 10.09.1692
Bemerkung:
Sibille Kaffertz war vermutlich die am 04.04.1664 geborene Tochter des Johannes Kaffertz und der Cunigunde.
Commer
Roß
ꚙ
Eheleute
Heinrich
Commer
Eva
Roß
Kinder
Johannes Peter
* 14.05.1690
ꚙ
Agnes
Fullheim
Margarethe
* 03.07.1695
Bemerkung:
Laut einer Erwähnung im Protokollbuch des Vussem/ Bergheimer Herrengedings verheiratete sich 1697 der Witwer Heinrich Commer aus Vussem nach Eicks. Im gleichen Buch wird zwischen 1725 und 1745 eJohannes Commer als Sendschöffe erwähnt. Es gab auch mehrere Familien Commer Bergheim
Commer
Katz
ꚙ
Eheleute
Johannes
Commer
Agnes
Katz
Kinder
Maria
* 03.12.1693
Peter
* 01.01.1696
Gertrud
* 04.01.1699
Katharina
* 02.02.1702
Commer
Wollenberg
ꚙ
Eheleute
Johannes
Commer
Agnes
Wollenberg
weitere Ehe mit Agnes Katz
Kinder
Elisabeth
* 11.09.1703
Bemerkung:
Agnes Wollenberg dürfte die am 23.01.1665 geborene Tochter der Vussem wohnenden Eheleute Johannes Wollenberg und Cunigunde gewesen sein.
Commer
Koch
ꚙ
Eheleute
Peter
Commer
Barbara
Koch
† 18.03.1785
Vussem
weitere Ehe mit Agnes Katz
Kinder
Anton
* 22.04.1744
Johannes Rainer
* 28.06.1745
Bemerkung:
Peter Commer wurde vermutlich am 01.01.1696 geboren und wäre somit eSohn von Johannes Commer und der Agnes Katz.
Depiereux
Thomaß
ꚙ
09.11.1833
Vorscheid
Eheleute
Nikolaus Josef
Depiereux
Maria Agnes
Thomaß
* 13.09.1804
Werris/ Belgien
* 23.02.1813
Klinkheide b. Aachen
† 13.09.1872
Vussem/ Neuhütte
† 30.09.1879
Vussem/ Neuhütte
Eltern
Mauries
Depiereux
Johannes Josef
Thomaß
Katharine
Dupont
A. Katharina
Delac
Kinder
Anna Katharina
* 29.03.1834
Josefine
* 26.09.1835
ꚙ
Johannes Josef
Kreisch
Esch
Josefine
* 03.06.1837
Anna Maria
* 01.09.1838
Wilhelm Heinrich
* 23.12.1840
Maria Gertrud
* 23.10.1842
Pauline Wilhelmine
* 17.05.1844
ꚙ
Johannes W.M. Hubert
Zander
Karl Hubert
* 21.02.1846
ꚙ
Maria Caroline
Scheidweiler
Josef
* 18.04.1848
ꚙ
Christina
Gülden
Vussem
unbekannt
* 12.12.1849
† 12.12.1849
Katharina
* 15.08.1851
Maria Elisabeth
* 08.05.1854
Bemerkung:
Der Kaufmann und Eisengießer Nikolaus Depiereux kam um 1850 mit seiner Familie aus Kohlscheid nach Vussem und wurde Eigentümer der Neuhütte. Von seinen Söhnen Karl Hubert und Josef ging der Betrieb später an die Brüder Girards über.
Depiereux
Scheidweiler
ꚙ
Eheleute
Karl Hubert
Commer
Maria Caroline
Scheidweiler
* 21.02.1846
Kohlscheid
† 11.03.1919
Vussem/ Neuhütte
Eltern
Nikolaus
Depiereux
Agnes Maria
Thomaß
Kinder
Agnes
* 1873
Heinrich
* 1875
Josef
* 1876
Gertrud
* 1878
Maria
* 1879
Depiereux
Gülden
ꚙ
20.08.1881
Roggendorf
Eheleute
Josef
Depiereux
Christina
Gülden
* 18.04.1848
Kohlscheid
* 19.07.1862
Vussem
† 11.03.1919
Vussem/ Neuhütte
† ?
Breitenbenden
Eltern
Nikolaus
Depiereux
Wilhelm
Gülden
Agnes Maria
Thomaß
Anna Sibille
Nießen
Kinder
Sybille
* 1880
Wilhelm Heinrich
* 1882
Friederich
* 1885
Peter Wilhelm
* 1888
Peter Wilhelm
* 1888
Michael
* 1890
Gertrud
* 1893
Michael
* 1895
Heinrich
* 1898
Josef
* 1901
Christine
* 1905
Bemerkung:
Die Nachkommen der Eheleute Depiereux/ Gülden sind heute noch Breitenbenden ansässig.
Dillenburg
Heck
ꚙ
Eheleute
Nikolaus
Dillenburg
Margarethe
Heck
* ?
Rüth n. Krekel
† 18.08.1893
Vussem
Kinder
Gertrud
* ?
ꚙ
Johannes
Steffens
Breitenbenden
ꚙ
Johannes
Lückerath
Louise Ludovica
* 26.07.1870
ꚙ
Servatius
Derichs
Dreimühlen
Karl
* 02.10.1875
ꚙ
Maria Josefa
Rutt
Vussem
Bemerkung:
Die drei aufgeführten Kinder dürften nicht alle Kinder der Eheleute Dillenburg/ Heck gewesen sein. Vermutlich hatten sie schon Kinder, als sie nach Vussem kamen. Bei den Dillenburgs handelt es sich um eine Müllerfamilie, die von der Behrenscheider Mühle nach Vussem kam. Hier erwarb sie die Mehlmühle von Matthias Schmitz. EBruder des Nikolaus Dillenburg betrieb die Nöthener Mühle. Die Tochter Ludovica heiratete die Mühle Derichs Dreimühlen und die Tochter Gertrud die Breitenbendener Mühle Steffens ein. Die Mechernicher Tillenburgs sollen ebenfalls von den Dillenburgs aus Rüth abstammen. Des weiteren gab es noch Roggendorf einen Müller Namens Dillenburg. Soweit ersichtlich sind die Wurzeln Dillenburgs Krekel, Benenberg und Umgebung zu suchen.
Disternich
Steffens
ꚙ
06.02.1768
Weyer
Eheleute
Herrmann
Disternich
Elisabeth
Steffens
† 11.04.1773
Vussem
Kinder
Gertrud
* 11.04.1769
ꚙ
Anna Maria
Müller
Buir
ꚙ
Anna Christina
Fünfzig
Breitenbenden
Johannes Wilhelm
* 27.05.1771
ꚙ
Katharina
Müller
Buir
Bemerkung:
Laut dem Heiratseintrag stammte Elisabeth Steffens aus Bergheim. Hier dürfte es sich aber um einen Fehleintrag handeln, da es für Bergheim keine Steffens bezeugt. Elisabeth Steffens stammte wohl aus Vussem. Die Paten ihrer Kinder deuten ebenfalls darauf hin. Eweiteres Indiz für diese Annahme ist, dass sich die Eheleute Vussem niederließen. Hermann Disternich stammte aus keinem der beiden Orte.
Disternich
Müller
ꚙ
02.03.1801
Holzmühlheim
Eheleute
Johannes
Disternich
Anna Maria
Müller
* 11.04.1769
Vussem
* 09.03.1773
Buir
† 05.03.1820
Vussem
† 17.03.1808
Vussem
weitere Ehe mit Anna Christina Fünfzig
Eltern
Hermann
Disternich
Johannes
Müller
Elisabeth
Steffens
Katharina
Müller
Kinder
Johannes
* 03.07.1802
Gertrud
* 27.09.1805
† 1807
Johannes Jakob
* 28.01.1808
ꚙ
Anna Maria
Schmitz
Nöthen
Disternich
Fünfzig
ꚙ
02.03.1801
Holzmühlheim
Eheleute
Johannes
Disternich
Anna Christina
Fünfzig
* 11.04.1769
Vussem
* 26.01.1778
Breitenbenden
† 05.03.1820
Vussem
weitere Ehe mit Anna Maria Müller
Eltern
Hermann
Disternich
Peter
Fünfzig
Elisabeth
Steffens
Gertrud
Lessenich
Kinder
Anna Gertrud
* 30.06.1809
ꚙ
Johannes
Nießen
Euskirchen
Johannes Josef
* 05.01.1813
ꚙ
Agnes
Kauert
Anna Maria
* 10.07.1817
ꚙ
Johannes
Wielspütz
Bemerkung:
Anna Christina Fünfzig entstammt dem Lorbach, Bergheimer und späteren Breitenbendener Familienkreis Fünfzig. der Einwohnerliste von 1593 werden bereits e"alter" und e"junger" Fünfzig erwähnt.
Disternich
Schmitz
ꚙ
Eheleute
Johannes Jakob
Disternich
Anna Maria
Schmitz
* 28.01.1808
Vussem
* ?
Nöthen
† 28.01.1875
Vussem
Eltern
Johannes
Disternich
Paul
Schmitz
Anna Maria
Müller
Odilia
Theisgen
Kinder
Anna Odilia
* 09.09.1839
ꚙ
Johannes
Nießen
Euskirchen
† 21.02.1842
Agnes
* 22.02.1842
ꚙ
Michael
Kaltwasser
Krekel
Anna Maria
* 15.02.1844
† 20.08.1849
Elisabeth
* 30.01.1846
† 23.09.1848
Christina
* 03.06.1852
† 16.06.1852
Anna Maria
* 25.10.1854
ꚙ
Ludwig
Kaltwasser
Krekel
Disternich
Kauert
ꚙ
16.02.1848
Vussem
Eheleute
Johannes Josef
Disternich
Agnes
Kauert
* 05.01.1813
Vussem
* 10.02.1818
Nöthen
weitere Ehe mit Klemens Esser
Eltern
Johannes
Disternich
Anton
Kauert
Anna Christina
Fünfzig
Anna Elisabeth
Lux
Kinder
Anton
* 25.12.1848
ꚙ
Klara
Züll
Breienbenden
Johannes
* 28.10.1851
ꚙ
Barbara
Golbach
Vussem
Christina
* 18.12.1853
Josef
* 01.02.1857
Wilhelm
* 01.02.1857
ꚙ
Anna Maria
Golbach
Vussem
Bemerkung:
Anton Disternich verheiratete sich nach Breitenbenden und hatte mindestens sieben Kinder. Johannes Disternich und Barbara Golbach waren kinderlos und wohnten der später sogenannten "Kaserne" am heutigen Friedhofsweg. Die Eheleute sind die Stifter eines Teilgrundstücks des Vussemer Friedhofs. Johannes Disternich war der Begründer des Vussemer Männergesangvereins. Die Familie Wilhelm Disternich und Anna Maria Golbach wohnte am Harter Weg gegenüber Bertram "im Kepehus" (herrührend vom Familiennamen Keip) und hatten vier Kinder. Deren einziger Sohn ist im 1. Weltkrieg Frankreich gefallen. Die Tochter Anna Sibille war eine verheiratete Schweiß Breitenbenden.
Disternich
Müller
ꚙ
15.01.1793
Weyer
Eheleute
Johannes Wilhelm
Disternich
Katharina
Müller
* 27.05.1771
Vussem
* ?
Buir
† 22.03.1841
Vussem
† 23.01.1834
Vussem
Eltern
Hermann
Disternich
Johannes
Müller
Elisabeth
Steffens
Katharina
Müller
Kinder
Apolonia
* 21.12.1793
ꚙ
Johannes Peter
Vogelsberg
Waldorf
Anna Maria
* 04.11.1801
Katharina
* 22.09.1805
† 1806
Effert
unbekannt
ꚙ
Eheleute
Eberhart
Effert
Katharina
unbekannt
Kinder
Johannes
* 1663
Matthias
* 1665
Johannes
* 1675
Emunds
Willems
ꚙ
Eheleute
Thomas
Emunds
Maria
Willems
Kinder
Jakob
* 18.02.1682
Franz
* 05.08.1685
Sibille
* 05.06.1688
Anna
* 19.03.1692
Bemerkung:
Emud/ Emonds zählt zu den alten Vussemer Familiennamen. Um 1670 wird bereits eJohannes Emunds Sendschöffe erwähnt. 1680 heiratete Heinrich Emunds aus Vussem die Katharina Brauweiler aus Pesch.
Emunds
Roß
ꚙ
28.03.1701
Weyer
Eheleute
Johannes
Emunds
Maria
Roß
Kinder
Emmerich
* 04.07.1704
Sibille
* 23.01.1707
Anna
* 17.04.1708
Erlen
Bauer
ꚙ
26.05.1812
Holzheim
Eheleute
Wilhelm Josef
Erlen
Margarethe
Bauer
Honnef
* 22.12.1795
Vussem
† 13.12.1822
Vussem
Eltern
Heinrich
Erlen
Matthias
Bauer
Cäcilia
Wittscheidt
Katharina
Theisgen
Kinder
Matthias
* 28.08.1813
ledig
† 13.04.1866
Anna Katharina
* 29.04.1816
ledig
† 20.03.1828
Michael
* 29.09.1818
ledig
† 13.04.1866
Margarethe
* 22.09.1805
ꚙ
unbekannt
Hilger
Bemerkung:
Der Familienname Erlen wurde auch Irlen geschrieben.
Eschweiler
Marmagen
ꚙ
Eheleute
Matthias
Eschweiler
Gertrud
Marmagen
Kinder
Agnes
* 15.08.1989
Johannes
* 19.01.1693
Johannes
* 14.09.1693
Severin
* 17.05.1707
Bemerkung:
Im Jahr 1725 heiratete eJohannes Eschweiler aus Vussem die Anna Margarethe Lambertz aus Breitenbenden. Aus dieser Ehe sind im Holzheimer Taufbuch 9 Taufen bezeugt.
Eschweiler
Furth
ꚙ
Eheleute
Matthias
Eschweiler
Sibille
Furth
Kinder
Jakob
* 03.04.1725
Maria Barbara
* 28.05.1728
Margarethe
* 29.07.1731
Eschweiler
Roß
ꚙ
Eheleute
Johannes
Eschweiler
Margarethe
Roß
Kinder
Johannes
* 15.07.1704
Eschweiler
Lepertz
ꚙ
Eheleute
Johannes
Eschweiler
Anna Maria
Lepertz
Kinder
Anna Maria
* 22.04.1734
Eschweiler
Roß
ꚙ
14.01.1730
Weyer
Eheleute
Johannes
Eschweiler
Katharina
Roß
† 25.11.1775
Vussem
Kinder
Anna Gertrud
* 18.12.1730
ꚙ
Wilhelm
Gaw
Arloff
Severin
* 24.02.1732
Anna Sibille
* 07.06.1736
Johannes Emmerich
* 18.08.1737
ꚙ
Anna Maria
Willekens
† 03.12.1813
ꚙ
Ursula
Evertz
Dahlem
Maria Elisabeth
* 20.07.1743
Margarethe
* 18.05.1747
Anna Maria
* ?
ꚙ
Matthias
Scheven
Euenheim
Bemerkung:
Johannes Eschweiler kam laut Heiratsantrag aus Vussem. Er könnte der 1704 geborene Sohn von Johannes Eschweiler und der Margarethe Roß gewesen sein.
Eschweiler
Roß
ꚙ
00.00.1799
Weyer
Eheleute
Johannes Emmerich
Eschweiler
Ursula
Evertz
* 18.08.1737
Vussem
† 03.12.1813
Vussem
† 17.03.1824
Vussem
weitere Ehe mit Anna Maria Willekens
Eltern
Johannes
Eschweiler
Johannes
Evertz
Katharina
Ross
Eva Katharina
Jännges
Kinder
Johannes Peter
* 04.1801
ꚙ
Anna Katharina
Russ
Vussem
† 05.06.1833
Bemerkung:
Aus der Ehe des Johannes Emmerich Eschweiler mit Katharina Willekens (Willekens auch Willanker), die 1799 verstarb sind im Weyerer Taufbuch keine Kinder erwähnt.
Eschweiler
Rutt
ꚙ
03.03.1829
Holzheim
Eheleute
Johannes Peter
Eschweiler
Anna Katharina
Rutt
* 04.1801
Vussem
* 1803
Vussem
† 05.06.1833
Vussem
weitere Ehe mit Heinrich Vogelsberg
Eltern
Johannes Emmerich
Eschweiler
Anton
Rutt
Ursula
Evertz
Katharina
Nießen
Kinder
Maria Katharina
* 08.01.1830
Matthias
* 06.11.1832
Eschweiler
Falkenberg
ꚙ
14.01.1863
Holzheim
Eheleute
Anton
Eschweiler
Anna Maria
Falkenberg
* ?
Ülpenich
* 21.10.1835
Vussem
Eltern
Adolf
Eschweiler
Klemens
Falkenberg
Anna Maria
Lengersdorf
Maria Gertrud
Lang
Kinder
Adolf
* 24.12.1862
Esser
Keip
ꚙ
20.05.1743
Weyer
Eheleute
Christian
Esser
Ursula
Evertz
* ?
Ülpenich
* ?
Vussem
† 05.08.1774
Vussem
Kinder
Johannes Heinrich
* 24.06.1744
Peter
* 28.02.1747
Anton
* 27.04.1748
† 22.06.1771
Heinrich
* 01.02.1752
Herrmann
* 11.11.1757
ꚙ
Katharina
Eschweiler
Breitenbenden
Bemerkung:
Der Name Esser wurde auch Aßer/ Axer geschrieben und bedeutet soviel wie Achsenmacher. Es deutet einiges darauf hin, dass Anna Maria Keip eine Tochter des Heinrich Keip und der Anna Müller war.
Esser
Kauert
ꚙ
12.02.1861
Holzheim
Eheleute
Klemens
Esser
Anna Maria
Kauert
* ?
Weyer
* 10.02.1818
Vussem
weitere Ehe mit Gertrud Greuel
weitere Ehe mit Johannes Josef Disternich
Eltern
Anton
Kauert
Anna Katharina
Lux
Kinder
Katharina
* 02.11.1861
ꚙ
Heinrich
Wolfgarten
Mechernich
Bemerkung:
Die Eheleute Wolfgarten/ Esser sind die Stammeltern der Breitenbendener und späteren Vussemer Familien Wolfgarten
Falkenberg
Stoffels
ꚙ
15.05.1766
Weyer
Eheleute
Theodor
Falkenberg
Christina
Stoffels
* ?
Schochermühle bei Tondorf
* 02.07.1737
Vussem
† 19.08.1803
Vussem
weitere Ehe mit Peter Scheffener
Eltern
August
Falkenberg
Peter
Stoffels
Maria
unbekannt
Gertrud
Graaf
Kinder
Anna Katharina
* 19.06.1769
ꚙ
Johannes
Frings
Eiserfey
Hubert
* 23.03.1771
Magdalena
* 18.06.1772
ꚙ
August
Latz
Vussem
ꚙ
Hubert
Klein
Vollem
Hubert
* 08.10.1774
ꚙ
Gertrud
Victor
ꚙ
Anna Maria
Bielens
Engelgau
Anna Katharina
* 03.06.1776
Anna Elisabeth
* 02.10.1777
ꚙ
Christian
Witzheller
Frohngau
Anna Maria
* 1780
† 1782
Bemerkung:
Theodor Falkenberg entstammt der alten Müllerfamilie von der Schochermühle bei Tondorf
Falkenberg
Victor
ꚙ
Eheleute
Hubert
Falkenberg
Gertrud
Victor
* 08.10.1774
Vussem
† 08.10.1817
Vussem
† 1811
Vussem
weitere Ehe mit Anna Maria Bielens
Eltern
Theodor
Falkenberg
Christina
Stoffels
Kinder
Hubert
* 22.06.1803
† 11.08.1803
Hubert
* 27.11.1804
Johannes
* 01.01.1808
Johannes Peter
* 28.10.1810
† 1816
Falkenberg
Bielens
ꚙ
06.02.1812
Holzheim
Eheleute
Hubert
Falkenberg
Anna Maria
Bielens
* 08.10.1774
Vussem
* ?
Engelgau
† 08.10.1817
Vussem
weitere Ehe mit Gertrud Victor
Eltern
Theodor
Falkenberg
Anton
Bielens
Christina
Stoffels
Anna Margarethe
Dohms
Kinder
Klemens
* 04.11.1812
ꚙ
Maria Gertrud
Lang
Kall
ꚙ
Agnes
Heinen
Morsbach
ꚙ
Maria Gertrud
Dreesen
Sistig
ꚙ
Elisabeth
Halsig
Iversheim
unbekannt
* 11.01.1815
† 2015 kurz nach der Geburt
Anna Maria
* 11.02.1816
† 2016 kurz nach der Geburt
Anna Maria
* 19.06.1817
Falkenberg
Lang
ꚙ
Eheleute
Klemens
Falkenberg
Gertrud
Lang
* 04.11.1812
Vussem
* ?
Kall
† 16.02.1872
Vussem
† 19.07.1849
Vussem
weitere Ehe mit Agnes Heinen
weitere Ehe mit Maria Gertrud Dreesen
weitere Ehe mit Elisabeth Halsig
Eltern
Hubert
Falkenberg
Johannes Wilhelm
Lang
Anna Maria
Bielens
Maria Gertrud
Becker
Kinder
Anna Maria
* 21.10.1835
ꚙ
Anton
Eschweiler
Ülpenich
Susanne
* 30.07.1838
† 13.12.1864
Wilhelm
* 23.09.1841
† 16.03.1845
Wilhelm
* 30.10.1846
Falkenberg
Heinen
ꚙ
29.11.1849
Holzheim
Eheleute
Klemens
Falkenberg
Agnes
Heinen
* 04.11.1812
Vussem
* ?
Morsbach
† 16.02.1872
Vussem
† 15.02.1856
Vussem
weitere Ehe mit Gertrud Lang
weitere Ehe mit Maria Gertrud Dreesen
weitere Ehe mit Elisabeth Halsig
Eltern
Hubert
Falkenberg
Hubert
Heinen
Anna Maria
Bielens
Maria Elisabeth
Hupp
Kinder
Katharina
* 02.02.1851
ꚙ
Anton
Eschweiler
Ülpenich
Margarethe
* 14.05.1854
† 03.09.1855
Bemerkung:
Klemens Falkenberg heiratete 1856 dritter Ehe Gertrud Dreesen aus Sistig. Diese Ehe blieb kinderlos, denn Gertrud Dreesen verstarb noch im gleichen Jahr.
Falkenberg
Halsig
ꚙ
11.11.1859
Vussem
Eheleute
Klemens
Falkenberg
Elisabeth
Halsig
* 04.11.1812
Vussem
* ?
Iversheim
† 16.02.1872
Vussem
weitere Ehe mit Gertrud Lang
weitere Ehe mit Agnes Heinen
weitere Ehe mit Maria Gertrud Dreesen
Eltern
Hubert
Falkenberg
Christian
Halsig
Anna Maria
Bielens
Gertrud
Müller
Kinder
Stephan
* 13.09.1860
Gertrud Hubertina
* 26.03.1862
Peter Gerhard
* 17.09.1863
Hubert
* 14.03.1865
Anna Maria
* 10.02.1867
Katharina
* 01.09.1868
Elisabeth
* 07.01.1870
Karl Klemens
* 14.01.1872
Bemerkung:
Nach dem Tod des Klemens Falkenberg zog die Familie aus Vussem weg. Zuvor lies die Ehefrau laut Zeitungsanzeige den Vussem gelegenen Nachlaß versteigern.
Felser
Roß
ꚙ
00.00.1772
Weyer
Eheleute
Matthias
Felser
Anna Maria
Roß
* 07.02.1745
Bergheim
* 03.10.1752
Vussem
† 20.02.1797
Vussem
† 1808
Vussem
Eltern
Theodor
Felser
Jakob
Roß
Katharina
Rutt
Apolonia
Dauben
Kinder
Johannes
* 06.04.1773
Anna Gertrud
* 08.01.1775
ꚙ
Johannes Matthias
Nießen
Vussem
Anna Barbara
* 26.01.1777
ledig
† 1806
Johannes
* 03.02.1779
ꚙ
Veronika
Huppertz
Holzheim
Johannes Peter
* 05.10.1781
ꚙ
Anna Barbara
Lambertz
Vussem
Johannes Josef
* 11.02.1789
ꚙ
Gertrud
Feyen
Hamond Belgien
Apolonia
* 30.09.1786
ꚙ
Johannes Josef
Klinkhammer
Vussem
Anna Gertrud
* 30.09.1786
Anna Maria
* 17.12.1788
Anna Barbara
* 06.12.1791
Agnes
* 19.09.1795
ꚙ
Georg
Schmitz
Frohngau
Bemerkung:
Matthias Felser aus Bergheim heiratete die Vussemer Müllerfamilie Roß eund betrieb die Mühle bis zu seinem Tode. Der Sohn Johannes Peter wurde seNachfolger der Mühle. Johannes verheiratete sich nach Holzheim, auf ihn gehen die Holzheimer und späteren Breitenbendener Felser zurück. Den 1784 geborenen Sohn Josef verschlug es nach Harmond/ Belgien. Vermutlich gibt es hier oder aber im benachbarten Holland noch Nachkommen der Familie. Mit dem Enkel des Josef Felser, dem August Felser, der im Alter von 99 Jahren Valenciennes/ Frankreich verstarb, hatte Albert Velser noch Kontakt.
Felser
Lambertz
ꚙ
00.00.1772
Weyer
Eheleute
Johannes Peter
Felser
Anna Barbara
Lambertz
* 05.10.1781
Vussem
* 03.10.1752
Vussem
† 20.02.1797
† 1808
Vussem
Eltern
Matthias
Felser
Matthias
Lambertz
Anna Maria
Roß
Agnes
Kaffertz
Kinder
Johannes
* 10.07.1808
† 12.12.1834
Franz
* 26.12.1810
† 1814
Anna Barbara
* 26.01.1777
ledig
† 1806
Katharina
* 16.02.1814
ꚙ
Matthias
Broy
Mechernich
Martin Josef
* 21.01.1817
ꚙ
Anna Magdalena
Schnichels
Rohr
Anna Maria
* 28.1.01819
Michael
* 27.10.1822
† 1823
Barbara
* 15.07.1824
Maria Anna
* 02.07.1828
Bemerkung:
Der 1817 geborene Martin Josef ist im Holzheimer Taufbuch nicht aufgeführt. An seiner Stelle ist die Taufe einer Anna Katharina verzeichnet. Die Überprüfung beim Standesamt ergab, dass hier eFehleintrag, eine Namensverwechslung gemacht wurde.
Felser
Schnichels
ꚙ
25.10.1862
Mechernich
Eheleute
Martin Josef
Felser
Anna Magdalena
Schnichels
* 21.01.1817
Vussem
* 05.10.1823
Rohr
† 03.12.1897
Vussem
† 13.09.1880
Vussem
Eltern
Peter
Felser
Anton
Schnichels
Anna Barbara
Lambertz
Katharina
Schmitz
Kinder
Johannes
* 16.03.1863
Anna Maria
* 22.01.1866
Bemerkung:
Die Familie MartFelser wohnte der früheren Ackergasse, heute Nordstraße Nr. 10. Beide Kinder verstarben unverheiratet Vussem
unbekannt
Foßems
ꚙ
Eheleute
Mechthild
Foßems
* 05.10.1823
Rohr
Kinder
Maria
* 16.02.1712
Bemerkung:
Die Tochter Maria wurde außerehelich geboren
Fullem
Braun
ꚙ
Eheleute
Anton
Fullem
Barbara
Braun
Kinder
Katharina
* 13.11.1689
ꚙ
Thomas
Müller
Agnes
* ?
ꚙ
Johannes
Commer
Bemerkung:
Im Protokollbuch des Gerichts Vussem/ Bergheim werden 1699 eTönnes Fullem als Schöffe und im Jahr 1716 eine Els Fullem, Tochter des Tönnes, als nach Köln ausgezogen erwähnt.
Fullem
Eschweiler
ꚙ
31.03.1701
Weyer
Eheleute
Hilger
Fullem
Maria
Eschweiler
Kinder
Paul
* 15.03.1702
Gertrud
* 19.04.1705
Anna Katharina
* 05.07.1707
Johannes
* 15.05.1711
Fullem
Wagendorf
ꚙ
Eheleute
Peter
Fullem
Agnes
Wagendorf
weitere Ehe mit Maria Groß
Kinder
Anna Maria
* 02.11.1728
Bemerkung:
Die Ehefrau hieß wohl Wachendorf und kam aus Lessenich. Später wurde ihr Familienname auch mit Lessenich angegeben