Der Gott des Gemetzels

Theateraufführung des Heimat- und Geschichtsvereins vom 23. Oktober 2026

Der Heimat- und Geschichtsverein hat für seinen traditionellen Theaterabend erneut eine vielversprechende Theatergruppe gewinnen können. Ähnlich wie „The Bäm“ vor zwei Jahren widmet sich die aufstrebende Truppe des „KompAct theater“ anspruchsvollen literarischen und dramaturgischen Stoffen, die sich im Spannungsfeld zwischen Kammerspiel, bitterböser Komödie und Gesellschaftssatire bewegen. Im Mittelpunkt stehen dabei die menschlichen Schwächen, gesellschaftliche Fassaden und die Abgründe des alltäglichen Miteinanders – mal mit feinem Humor, mal mit beißendem Spott.

„DER GOTT DES GEMETZELS“

Aus dem Französischen in einer deutschen Übersetzung: Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel aus dem Originaltext der Autorin Yasmina Reza

Das Ensemble gründete sich aus der Gruppe The BÄM aus und besteht aus einem fest und professionell eingespielten Team aus vier Schauspielern: Kathrin Magno, Ursula Strickstrock, Jonas Kuley und Valerio Magno und besetzten folgende Rollen:
Veronique Houille – Kathrin Magno
Annette Reille – Ursula Strickstrock
Alain Reille – Jonas Kuley
Michel Houille – Valerio Magno
Technik – Steffen Florl

Zum Inhalt:

Der Gott des Gemetzels – Wenn ein Gespräch völlig aus dem Ruder läuft

Was passiert, wenn ein elfjähriger Junge einem Gleichaltrigen zwei Zähne ausschlägt und sich die bis dahin fremden Eltern anschließend zu einer Aussprache treffen müssen? Eigentlich sollte sich ein solches Gespräch doch zivilisiert führen lassen. Doch was, wenn eine humanistisch geprägte Weltverbesserin auf einen kühl argumentierenden Paragraphenreiter trifft?

Und was, wenn sich in diese ohnehin explosive Mischung auch noch ein ausgesetzter Hamster, ein ununterbrochen klingelndes Handy und der eine oder andere Schluck Rum einmischen? Dann ist das Chaos perfekt – und aus einer gut gemeinten Aussprache wird eine zwischenmenschliche Vollkatastrophe.

Die Aufführung zeigt eine ebenso bissige wie unterhaltsame Komödie. Vor der Pause konnte man hinter der bürgerlichen Fassade nach und nach Vorurteile aufbrechen sehen, verletzte Eitelkeiten und unterdrückte Aggressionen traten hervor. Was als vernünftiger Austausch beginnt, entwickelt sich zu einem Schlagabtausch voller schräger Überraschungen, peinlicher Offenbarungen und intensiver Emotionen.

Nach der Pause nahm das Stück Fahrt auf. Das Stück entwickelte sich lustig, sarkastisch, laut und wild, zugleich aber auch traurig, ernüchternd und bisweilen herrlich zum Fremdschämen. Mit feinem Gespür für menschliche Schwächen zeigt sich, wie schnell die viel beschworene Zivilisiertheit bröckelt, wenn Menschen aufeinandertreffen, die ihre eigenen Überzeugungen für die einzig richtigen halten.

Seine Uraufführung feierte das Stück im Dezember 2006 am Schauspielhaus Zürich. Die französische Erstaufführung folgte im Januar 2008. Auch auf der Kinoleinwand wurde die Geschichte erfolgreich umgesetzt: Regisseur Roman Polanski verfilmte das Theaterstück mit internationaler Starbesetzung.

Erläuterungen:
Glossar zum Gott des Gemetzels

Clafoutis ist eine Süßspeise aus dem französischen Limousin, die sich zwischen Auflauf und Kuchen einordnen lässt. Sie besteht aus Obst und einem gesüßten Eierteig, der einem Pfannkuchenteig ähnelt. Clafoutis steht für den Anspruch auf französische Lebensart, kultivierte Gastlichkeit und bürgerliche Zivilisation.

Hamster sind eine zu den Wühlern gehörende Unterfamilie der Mäuseartigen mit etwa 20 Arten. Ihr Verbreitungsgebiet sind trockene und halbtrockene Gebiete Eurasiens. Der Hamster symbolisiert im Wesentlichen Vorsorge, Genügsamkeit und den Schutz der eigenen Ressourcen.

Ivanhoe – Sir Walter Scott
Ivanhoe ist ein historischer Roman aus dem Jahr 1820 von Sir Walter Scott. Die Hauptperson ist der Kreuzritter Sir Wilfred of Ivanhoe. Er verkörpert typische Eigenschaften eines mittelalterlichen Ritters: Mut, Tapferkeit, Ritterlichkeit, Treue und Gerechtigkeitssinn. Er kämpft für seine Überzeugungen und setzt sich für andere ein.

Monsieur de Pourceaugnac – Molière
Monsieur de Pourceaugnac ist eine Ballettkomödie in drei Akten des französischen Dichters Molière, mit Musik von Jean-Baptiste Lully. Die Titelfigur ist ein wohlhabender, aber leichtgläubiger Mann aus der Provinz, der in Intrigen und Verwechslungen gerät. Das Stück zeichnet sich durch Komik, Spott, Täuschung, Übertreibung und die satirische Darstellung menschlicher Schwächen aus.

John Wayne – US-amerikanischer Schauspieler
John Wayne war einer der bekanntesten und erfolgreichsten Hollywood-Schauspieler seiner Zeit. Berühmt wurde er vor allem durch seine Rollen in Western- und Abenteuerfilmen. Seine Leinwandfiguren verkörperten häufig Härte, Mut, Entschlossenheit, Unabhängigkeit, Gerechtigkeitssinn und Pflichtbewusstsein. Oft spielte er den wortkargen, selbstbewussten Helden, der sich auch in schwierigen Situationen behauptet.

Erntedankfest

Am Samstag, 17. Oktober 2026 um 19:00 Uhr wurde die alte Tradition des Erntedankfestes jetzt in der Pfarrkirche St. Margaretha in Vussem wieder belebt.

Eine prächtig herbstlich geschmückte Kirche und der Männergesangverein 1892 Vussem e.V. (Leitung: Heinz Sistig) erwarteten die Gottesdienstbesucher. Ein Highlight war die von Tamara Empt und Elke Dasburg und von Kindern der Gemeinde aufgeführte Spiel zum Erntedank.

Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Besucher im festlich geschmückten Pfarrsaal zu einer kräftigen Kürbissuppe mit Mettwurst eingeladen.
Dazu gab es selbstgebackenes Brot , diverse Dips und kühle Getränke die gerne angenommen wurden.

Der Kirchenvorstand war mit dem Besuch der Messe, dem Verlauf des Erntedankfestes sehr zufrieden sein.

Erntedankfest

Herzliche Einladung zum Erntedankgottesdienst!

Wir feiern Erntedank und laden euch herzlich ein:
Samstag, 17. Oktober 2026 um 19:00 Uhr
in der Pfarrkirche St. Margaretha in Vussem

Die Messe wird von und mit Kindern gestaltet.
Musikalisch begleitet uns der Männergesangverein 1892 Vussem e.V. (Leitung: Heinz Sistig). Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir euch herzlich ein zu
Suppe, Brot, Dips und kühlen Getränken.

Der Erlös kommt der Instandhaltung der Kirche und dem Pfarrheim zugute.

Der Kirchenvorstand freut sich auf euer Kommen! ❤️

Mehr Sicherheit auf der Trierer Straße

Die Trierer Straße in Vussem beschäftigt die Bürgerinnen und Bürger schon seit längerer Zeit. Immer wieder wird auf die Gefahren durch teilweise hohe Geschwindigkeiten hingewiesen – nicht nur in Vussem, sondern auch in Breitenbenden, Eiserfey und Dreimühlen.

Um die Situation genauer unter die Lupe zu nehmen, ist für Kalenderwoche 42, vom 12. bis 18. Oktober, also vom eine Verkehrsschau vorgesehen. Dabei sollen Vertreter des Landesbetriebs Straßen. NRW, des Verkehrskommissariats der Polizei Mechernich und der Stadt Mechernich die Trierer Straße gemeinsam begehen und mögliche Gefahrenstellen überprüfen.

Besonders im Blick stehen der Ortseingang von Breitenbenden nach Vussem, wo es durch hohe Geschwindigkeiten und riskantes Beschleunigen immer wieder zu kritischen Situationen kommen kann, sowie die ersten beiden Bushaltestellen aus Richtung Breitenbenden. Auch an der Bushaltestelle an der Schule wird die teilweise hohe Geschwindigkeit des vorbeifahrenden Verkehrs als problematisch angesehen.

Weitere Punkte sind die Einmündung an der Brücke bei Spielplatz und Trierer Straße sowie die enge und unübersichtliche Kurve in Richtung Eiserfey. Dort erschweren mehrere Straßeneinmündungen und die geringe Ausweichmöglichkeit insbesondere für größere Fahrzeuge die Verkehrssituation. Auch am Ortseingang von Eiserfey in Richtung Vussem soll die Geschwindigkeit des Verkehrs bis zur Kurve betrachtet werden.

Die Verkehrsschau bietet damit die Möglichkeit, die verschiedenen Problemstellen gemeinsam mit den zuständigen Stellen zu betrachten und nach Verbesserungen für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu suchen.

Gibt es weitere Stellen, die bei der Verkehrsschau berücksichtigt werden sollten? Hinweise und Anregungen können direkt an Carsten Vogel, Ortsbürgermeister und Stadtrat, unter 0151 / 54178201 gemeldet werden.

Kirmes in Vussem vom 18. bis 20. September

Vussemer Kirmes 2026 – Tradition, Musik und ein neuer Hahnenkönig

Am Freitag, den 18., war es wieder so weit: Die traditionelle Vussemer Kirmes wurde in der festlich geschmückten Turnhalle eröffnet. Die wochenlangen Vorbereitungen hatten sich sichtbar gelohnt. Die Halle bot den zahlreichen Gästen einen stimmungsvollen Rahmen für den Auftakt des Kirmeswochenendes.

Am Samstag stand zunächst der traditionelle Friedhofsgang auf dem Programm. Nach dem Besuch des Ehrenmals und der um 18 Uhr beginnenden Messe, die vom Kirchenchor und dem Musikverein musikalisch mitgestaltet wurde, ging es weiter zum Ortsbürgermeister Carsten Vogel. Gemeinsam mit dem letztjährigen Hahnenkönig Daniel Hecker empfing er die Kirmesgesellschaft und die Besucher zu Getränken und Schnittchen.

Natürlich durfte auch hier die Musik nicht fehlen. Der Musikverein Vussem spielte einige Stücke, bevor sich der Zug zur Kapelle bewegte. Dort wurde nach alter Tradition der Kirmesknochen ausgegraben und der Kirmes Pitter abgeholt.

Ab 21 Uhr übernahm dann die Band „Rock On“ das Kommando. Mit Livemusik sorgte sie für beste Stimmung und eine ausgelassene Partynacht.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Familien. Ab 11 Uhr begann der Frühschoppen und Familientag, musikalisch begleitet vom Musikverein Vussem.
Ein besonderer Höhepunkt jeder Vussemer Kirmes ist natürlich die Krönung des neuen Hahnenkönigs. Nachdem der treffsichere Titelverteidiger des vergangenen Jahres nicht noch einmal antreten wollte und sich die übrigen Kandidaten zunächst als erstaunlich wenig treffsicher erwiesen, stand am Ende fest: Der neue Hahnenkönig von Vussem heißt Stefan Schmitz!
Damit holte sich Stefan Schmitz nach seinem Titel als Prinz Karneval nun bereits seine zweite Vussemer Würde. Und damit ist auch gleich eine weitere Aufgabe klar: Das Straßenschild für den Hahnenkönig am Höhenweg muss neu montiert werden!

Zum Ausklang des Sonntags wurde es noch einmal zünftig. Ein bayrischer Nachmittag, musikalisch begleitet von den Uedelhovener Dorfmusikanten, sorgte für einen gelungenen Abschluss des Kirmestages.

Doch damit war die Kirmes noch nicht um eine weitere Geschichte reicher. Hubert Schmidt gewann ausgerechnet an seinem 70. Geburtstag das Schockerturnier – ein Geburtstag, den er damit sicherlich nicht so schnell vergessen wird.

Wie jede Kirmes hatte schließlich auch diese besondere Festwoche ihr traditionelles Ende. Am letzten Abend zogen Organisatoren, Besucher und Dorfbewohner gemeinsam durch den Ort. Begleitet von „Trauermusik“ und zahlreichen klagenden Stimmen wurde der Kirmes Pitter auf seinem letzten Weg mitgeführt.
Vor der Margaretenkapelle folgte schließlich die traditionelle Grabrede. Anschließend wurde der Kirmes Pitter verbrannt und der Kirmesknochen feierlich „beerdigt“.

Damit fand eine rundum gelungene Vussemer Kirmes ihr traditionelles und zugleich endgültiges Ende – bis es im nächsten Jahr wieder heißt: Kirmes in Vussem!

Aufwertung der Fläche an der alten Schule hinter dem Probenraum des Musikvereins

Für die bislang wenig attraktive Fläche der ehemaligen Schule und dem Grillplatz in Vussem ist eine ökologische Neugestaltung vorgesehen. Ziel ist es, die rund 150 Quadratmeter große Fläche in eine naturnahe und möglichst pflegearme Wildbienen- und Blühfläche umzuwandeln. Dabei sollen offene Bodenbereiche, Sand- und Schotterstrukturen sowie heimische Blühpflanzen Lebensräume und Nahrungsangebote für Wildbienen und andere Insekten schaffen.

Ausgangssituation

Bereits im April 2021 war die Fläche gemeinsam mit der Biologischen Station Euskirchen im Rahmen des LEADER-Projekts „Na-Tür-lich Dorf – Naturschutz vor der Haustür“ begutachtet worden. Damals wurden die vorhandenen Schuttflächen als grundsätzlich geeignet für ein Sandarium und ein Insektenhotel eingeschätzt. Auf den Schuttflächen hatten sich bereits verschiedene Insektenarten angesiedelt.

27.04.2021

Ein Insektenhotel zwischenzeitlich aufgestelltes Insektenhotel wurde in den vergangenen Jahren gut angenommen. Die übrige Fläche blieb weitgehend sich selbst überlassen. Dadurch kam es allerdings zu einer starken Vergrasung und Verbuschung, insbesondere durch Holunder. Außerdem haben sich zwei Pflaumenbaumschösslinge entwickelt.

Die heutige Situation unterscheidet sich deshalb deutlich von der Ausgangslage im Jahr 2021.Bei einer aktuellen Begehung im Juli/ August 2026 konnten neben dem vorhandenen Bienenhotel keine weiteren Niststätten festgestellt werden. Damit besteht die Möglichkeit, die Fläche umfassender neu zu gestalten.

29.06.2026

Geplante Gestaltung

Im Mittelpunkt der Planung steht ein Sandarium, das als Hochbeet angelegt werden soll. Ergänzend sind Blühstreifen, Stauden, Totholz und offene Sandflächen vorgesehen. Das vorhandene Bienenhotel soll erhalten und weiter genutzt werden. Auch der vorhandene Kirschbaum und der Holunder sollen grundsätzlich erhalten bleiben. Der Kirschbaum soll einen Formschnitt erhalten und später von einer Sitzbank umgeben werden. Im Baum soll außerdem ein Vogelnistkasten angebracht werden.

Geplant sind darüber hinaus Kalksplitwege, die den Zugang zu den einzelnen Bereichen ermöglichen und gleichzeitig die darunterliegenden Nistbereiche schützen sollen. Eine Informationstafel soll Besuchern erklären, welche Bedeutung die Fläche für Wildbienen und andere Insekten hat und über das Engagement von Vussem Aktiv sowie die Förderung durch das LANUK NRW informieren.

Als weitere Elemente sind Totholzstämme sowie eine kleine „Naschecke“ mit Himbeer- und Brombeersträuchern vorgesehen. Letztere soll sowohl Kindern und Passanten zugutekommen als auch zusätzlichen Lebensraum für Wildbienen schaffen.

Teilelemente für eine Umgestaltung – so könnte es aussehen:

  1. Bestehendes Bienenhotel wiederverwenden als Nistgelegenheit
  2. Blühstreifen an den Hauswänden anlegen um das Trachtangebot erhöhen
  3. Kirschbaum erhalten (Formschnitt durchführen) als zusätzliches Trachtangebot für Frühjahrsarten, netter Anblick und Ruhestelle (s. 6)
  4. Vogelnistkasten im Kirschbaum aufhängen
  5. Holunderbusch erhalten als zusätzliches Trachtangebot und Nistraum für hypergäische Arten
  6. Sitzbank um den Kirschbaum bauen als Möglichkeit zum Erholen und Verweilen/ Beobachten schaffen
  7. Sandarium als Hochbeet anlegen ls Nistgelegenheit schaffen, zusätzliche Wärmeexponierung, zentraler Blickfang im Bereich
  1. Infotafel zur Information über den Standort und das wieso, weshalb, warum geben und auf Vussem Aktiv hinweisen sowie die Förderung durch LANUK NRW
  2. Kalksplitwege anlegen zur Erreichbarkeit der Positionen 1., 6. und 7. geben und Nistbereich im Boden schützen
  3. Auffüllen der Restfläche mit Sand ls Nistgelegenheit
  4. Stauden setzen (z.B. Königskerze, Stockrose, Buschweidenröschchen, ..) als Trachtangebot und optische Anreicherung
  5. Totholzstämme aufstellen als Nistangebot und Darstellung welche Möglichkeiten, neben einem Hotel bestehen Wildbienen zu fördern
  6. ‚Naschecke‘ für Kinder/ Passanten aus Himbeer- und Brombeerbüschen und zusätzliches Nistangebot für Wildbienen

Planung und Umsetzung

Die Initiative ging von Vussem Aktiv aus, denen der Schandfleck schon länger ein Dorn im Auge war. Den Startschuss bildete ein Vorbereitungsgespräch von Peter Empt, der den Bauhof der Stadt Mechernich bat, den Schutt und Boden abzufahren, damit die weiteren Aktionen anlaufen können. Die beiden Pflaumenbaum-schösslinge wurden erhalten und sollen später umgesetzt werden.

Bei den Ortsterminen im Sommer 2026 wurden weitere konkrete Details festgelegt. Der aktuelle Plan sieht vor, dass Grauwacken für das Sandarium verwendet werden sollen. Trittsteine werden aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen, sondern stattdessen sollen die Wege mit Kalksplit angelegt und verdichtet werden.

Bei den Ortsterminen im Sommer 2026 wurden weitere konkrete Details festgelegt. Der aktuelle Plan sieht vor, dass Grauwacken für das Sandarium verwendet werden sollen. Trittsteine werden aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen, sondern stattdessen sollen die Wege mit Kalksplit angelegt und verdichtet werden.

In einem ersten Schritt hat der Bauhof am 01.09. den Schutt und das Unkraut abgeräumt.

Finanzierung

Für die Maßnahme wurde beim LANUK NRW ein „Umweltscheck“ über 2.000 Euro beantragt und am 25. August 2026 bewilligt. Die darüber hinaus erforderlichen Eigenmittel sollen von Vussem Aktiv bereitgestellt werden. Die Arbeitsleistungen werden von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich übernommen.
Die Förderung ist an einen festen Zeitraum gebunden: Die Maßnahme muss bis zum 31. Dezember 2026 durchgeführt, abgeschlossen und abgerechnet werden. Für die Bepflanzung dürfen ausschließlich heimische und standortgerechte Pflanzen verwendet werden.

Ausblick

Mit der Neugestaltung soll aus der bislang weitgehend verwilderten Schuttfläche ein ökologisch wertvoller und zugleich attraktiver Bereich im Ortszentrum entstehen. Das Projekt knüpft dabei an die bereits umgestaltete Kiesfläche am Kirchplatz an, die 2025 in eine Sandarium- und Blühfläche umgewandelt wurde. Mit der neuen Fläche soll damit nicht nur zusätzlichen Lebensraum für Wildbienen und andere Insekten geschaffen werden, sondern auch den Besuchern zeigen, wie sich selbst kleine und bislang wenig attraktive Flächen ökologisch aufwerten lassen.

Theateraufführung Vussem

Freitag, den 23. Oktober 2026

Der Gott des Gemetzels

War im Jahre 2024 die Gruppe The BÄM bei uns mit dem Stück „Was Ihr Wollt“ frei nach William Shakespeare zu Gast, stellt sich nun das kompAct theater vor, dass sich unabhängig von The BÄM im Juli 2025 gebildet hat.

Das Stück

Der Gott des Gemetzels (französicher Originaltitel: Le Dieu du carnage) ist ein Theaterstück von Yasmina Reza.

Das Stück handelt vom heftigen Konflikt zweier Ehepaare.

Nachdem der elfjährige Ferdinand seinem Mitschüler Bruno mit einem Stock zwei Zähne ausgeschlagen hat, treffen sich die Eltern zu einer klärenden Aussprache. Doch was zunächst nach einem kultivierten Gespräch unter vier gebildeten Pariser Bürgern aussieht, gerät schnell außer Kontrolle.
Zwischen Contenance, gegenseitigen Vorwürfen und aufgestauten Emotionen zeigt sich:
Wenn es um die eigenen Kinder geht, bleibt von Zivilisiertheit manchmal nicht viel übrig.

Eine bissige und amüsante Komödie über Eltern, Erziehung und die erstaunlich dünne Fassade der bürgerlichen Vernunft – unter der Regie von Justine Fichtner.

Im Dezember 2006 hat das Schauspielhaus Zürich das Theaterstück uraufgeführt Und erhielt dafür den Nestroy-Theaterpreis als Beste deutschsprachige Aufführung.
Die französische Erstaufführung feierte im Januar 2008 Premiere in Paris.

90 Jahre Freiwillige Feuerwehr

Am 27. Juni 2026 feierte die Löschgruppe Vussem der Freiwilligen Feuerwehr ihr 90-jähriges Bestehen. Als offizielles Gründungsjahr gilt das Jahr 1936, in dem die Wehr in ihrer heutigen organisatorischen Form ins Leben gerufen wurde.

Dass der Brandschutz in Vussem jedoch eine deutlich längere Tradition besitzt, belegen historische Zeugnisse eindrucksvoll: So existiert noch heute ein alter Spritzenwagen aus der Zeit um 1830, der mittlerweile seinen Platz im Freilichtmuseum gefunden hat. Er erinnert daran, dass die Vussemer bereits lange vor der offiziellen Gründung bereit waren, Verantwortung für die Sicherheit ihrer Mitbürger zu übernehmen.
Die Geschichte der Feuerwehr in Vussem reicht somit weit über neun Jahrzehnte zurück – das Jubiläum würdigte daher nicht nur die Gründung der Löschgruppe im Jahr 1936, sondern zugleich beinahe zwei Jahrhunderte gelebten Gemeinschaftssinns und ehrenamtlichen Engagements.

Aber bleiben wir beim offiziellen Gründungsdatum, nicht ohne auf die aufwändige 50 Jahrfeier am 16. Juni 1986 zurück zu blicken, die in einem festlich gestalteten Rahmen mit vielen Gästen auf die Entwicklung seit der Gründung zurückblickte. (siehe auch Männergesangverein, Jahr 1986).

So eine Veranstaltung will gut vorbereitet sein. Bereits lange im Voraus hatte sich die Feuerwehr den 27. Juni als Termin für die Feierlichkeiten ausgesucht – ohne zu ahnen, dass ausgerechnet dieser Tag mit 38° C zu einem der heißesten Junitage des Jahres werden würde.
Vielleicht hätte man allerdings vorgewarnt sein können: Schon das letzte Monatsdrittel im Juni 1936, dem Gründungsjahr der Löschgruppe, hatte sich mit großer Trockenheit und Temperaturen von deutlich über 30″ C von seiner hochsommerlichen Seite gezeigt.

Trotz der Hitze herrschte auf dem Festgelände von Beginn an beste Stimmung. Pünktlich zum Beginn der Veranstaltung um 11 Uhr standen die offiziellen Gäste bereit, um die Leistungen und das jahrzehntelange Engagement der Vussemer Feuerwehr zu würdigen. Unter ihnen waren (siehe Bild unten) von Links die örtliche Kreistagsabgeordnete Birgit Braun-Näger, der Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Mechernich, Peter Kronenberg, der Euskirchener Landrat Markus Ramers und Carsten Vogel Ratsmitglied und Ortsvorsteher von Vussem.
Gemeinsam hoben sie die Bedeutung der Löschgruppe für den Ort und die Region hervor und dankten den Kameradinnen und Kameraden für neun Jahrzehnte Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und ehrenamtliches Engagement.

Ansprache des Ratsmitglieds und Ortsbürgermeisters Carsten Vogel:

Liebe Kameradinnen und Kameraden,
liebe Mitglieder der Jugendfeuerwehr,
sehr geehrte Ehrengäste,
liebe Vussemerinnen und Vussemer,

90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Vussem – das ist ein besonderer Anlass und ein Grund zum Feiern. 
Vor allem aber ist es ein Grund, Danke zu sagen.

Wenn wir an Feuerwehr denken, sehen viele zuerst die roten Fahrzeuge, Blaulicht und Martinshorn.
Wir denken an Einsätze, Brände oder Unfälle. Doch die Freiwillige Feuerwehr ist weit mehr als das.

Der Unterschied zur Berufsfeuerwehr ist dabei etwas ganz Besonderes: Berufsfeuerwehrleute haben ihren Dienst als Beruf gewählt. Die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr hingegen stehen mitten im Leben. Sie gehen morgens zur Arbeit, kümmern sich um ihre Familien, engagieren sich im Verein – und wenn der Melder geht, lassen sie alles stehen und liegen, um anderen zu helfen. Sie tun das ehrenamtlich, aus Überzeugung und aus Verantwortung für ihre Mitmenschen. Das verdient unseren größten Respekt.

Auch ich habe im Laufe der Jahre viele Berührungspunkte mit der Feuerwehr gehabt.
Meine ersten Erinnerungen reichen rund 30 Jahre zurück, als ich nach Vussem gezogen bin. Damals lernte man sich ganz unkompliziert an der Theke kennen – und natürlich waren auch dort viele Feuerwehrkameraden vertreten. Schon damals wurde deutlich: Die Feuerwehr gehört einfach zum Dorf.

Ein weiterer, sehr prägender Moment war die Flut vor einigen Jahren.
In einer Zeit, in der viele Menschen nicht wussten, wie es weitergeht, waren die Feuerwehrleute unermüdlich im Einsatz.
Eine super Zusammenarbeit, gerade in den ersten zwei, drei Wochen nach der Flut hier bei uns in Vussem. 
Sie haben geholfen, organisiert, unterstützt und Mut gemacht. 
Dieses Engagement wird niemand vergessen, der diese Tage erlebt hat.

Etwas weniger dramatisch, aber ebenso fest mit der Feuerwehr für verbunden, ist für mich die Adventszeit. Über viele Jahre gehörte der Weihnachtsbaumverkauf der Feuerwehr zu einem festen Termin im Dorfkalender. Genauso wie das Margaretenfest, das in diesem Jahr ausnahmsweise mal durch das OKT durchgeführt wird.

Das sind kleine Dienste und Veranstaltungen, die zeigen, dass Feuerwehr eben nicht nur in Notlagen da ist, sondern auch den Alltag im Dorf mit gestaltet.

Und dann ist da noch der Umwelttag. In den letzen Jahren hilft der Vorstand nicht nur bei der Durchführung, sondern stellt auch ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Seit vielen Jahren unterstützt die Jugendfeuerwehr diese Aktion tatkräftig. Das zeigt, wie selbstverständlich Verantwortung für die Gemeinschaft übernommen wird – und wie früh junge Menschen lernen, sich für andere einzusetzen.

Was bedeutet die Feuerwehr für Vussem?

Sie bedeutet vor allem Gemeinschaft. Eine starke Kinder- und Jugendfeuerwehr sorgt dafür, dass junge Menschen Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft lernen. Das sind Werte, die weit über die Feuerwehr hinaus wichtig sind und unser Dorf bereichern.

Die Feuerwehr ist aber auch aus dem Dorfleben nicht wegzudenken.
Ob bei Sankt Martin, bei der Absicherung des Karnevalszuges oder bei Dorffesten – überall dort, wo Unterstützung gebraucht wird, ist auf die Feuerwehr Verlass. Oft geschieht das ganz selbstverständlich und fast unbemerkt.
Gerade deshalb sollten wir es heute besonders würdigen.

Und schließlich steht die Feuerwehr für etwas, das man nicht anfassen kann, das aber unbezahlbar ist: Sicherheit.
Das gute Gefühl, dass jederzeit jemand kommt, wenn Hilfe gebraucht wird. Dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und füreinander einzustehen. Dieses Vertrauen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Zusammenlebens.

90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Vussem bedeuten 90 Jahre Einsatzbereitschaft, Zusammenhalt und Ehrenamt. Dahinter stehen Generationen von Frauen und Männern, die ihre Zeit, ihre Kraft und manchmal auch ihre eigenen Bedürfnisse zurückgestellt haben, um anderen zu helfen.

Dafür möchte ich heute von Herzen Danke sagen.
Danke an alle aktiven Kameradinnen und Kameraden, an die Alters- und Ehrenabteilung, an die Jugendfeuerwehr, an alle Familien, die dieses Engagement mittragen, und an alle, die die Feuerwehr über Jahrzehnte unterstützt haben.
Ich wünsche der Freiwilligen Feuerwehr Vussem, dass sie auch in Zukunft so stark, so engagiert und so fest in unserem Dorf verwurzelt bleibt.
Herzlichen Glückwunsch zu 90 Jahren Freiwillige Feuerwehr Vussem – und auf viele weitere erfolgreiche und vor allem stets gesunde Jahre.

Vielen Dank.

Ansprache der Stadt vertreten durch Peter Kronenberg, StV Bürgermeister:

Sehr geehrte Kameradinnen und Kammeraden der Löschgruppe Vussem, sehr geehrte Gäste, liebe Vussemerinnen und Vussemer, 90 Jahre Löschgruppe Vussem – was für ein stolzes Jubiläum.

90 Jahre Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Zusammenhalt. 90 Jahre Menschen, die bereit waren und sind, Verantwortung zu übernehmen – für ihr Dorf, für Ihre Mitmenschen, für die Sicherheut unserer Stadt.

Ich wünsche Ihnen einen rundum gelungenen fröhliche und kameradschaftlichen Jubiläumstag – mit guten Gesprächen viel Musik, fairen Begegnungen beim Menschen-Kicker und einem gemütlichen Ausklang. Herzlichen Glückwunsch zu 90 Jahren Löschgruppe Vussem! Und alles Gute, sichere Einsätze und, vor allem, stets eine gesunde Heimkehr!

Wer Feuerwehr sagt, der denkt nicht nur an rote Fahrzeuge, Sirenen in der Nacht und gefährliche Einsätze. Zu einer Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr zu gehören, bedeutet vor allem eines: Kameradschaft.
Es bedeutet, füreinander einzustehen, wenn andere Hilfe brauchen. Es bedeutet, mitten in der Nacht aufzustehen, wenn der Melder geht. Ob man dazu nun Lust hat, oder privat vielleicht gerade ganz andere Pläne … Es bedeutet, Zeit, Kraft und Herzblut einzubringen.

Es bedeutet, Zeit, Kraft und Herzblut einzubringen. – Ehrenamtlich und noch zusätzlich zu Job, Familie und all den anderen Verpflichtungen, die man im Alltag halt so hat: Das ist nicht selbstverständlich!
Und dafür möchte ich Ihnen im Namen der Stadt Mechernich von Herzen danken. Den aktiven Kameradinnen und Kameraden, der Jugend, den ehemaligen Mitgliedern, den Familien im Hintergrund.

Überhaupt allen, die diese Löschgruppe über neun Jahrzehnte getragen und geprägt haben. Auch denjenigen, die heute nicht mehr mit uns feiern können.
Ein Jubiläum wie dieses ist aber nicht nur ein Blick zurück. Es ist auch ein Zeichen nach vorne.
Denn gerade in einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement nicht selbstverständlich ist, zeigt die Löschgruppe Vussem:
Gemeinschaft lebt dort, wo Menschen gemeinsam anpacken.

„Ein herzliches Glück Auf
für Ihre Aufmerksamkeit“

Impressionen:

Nicht fehlen darf der Männergesangverein, der seine Lieder in bewährt routinierter Manier sang, auch wenn die Temperaturen eine besondere Herausforderung darstellten.
Das Menschen Kickerturnier war beliebt, stand aber auch unter dem unglückliche Planeten.
Die Damen Thekenmannschaft sorgte für die kühlen Getränke und war bester Laune, waren sie doch direkt an der Quelle!

Je später der Abend desto mehr „FDH & Bums“, die aus Freilingen stammen und macht traditionelle, handgemachte Eifeler Stimmungs- und Mundartmusik, sowie kölsche Lieder spielen. Ihre Auftritte zeichnen sich durch ein hohes Maß an Interaktion und Humor aus, bei dem das Publikum aktiv zum Mitsingen animiert wird – wie man hören wird!

Vussem im Fokus

Am 26.06.2026 sah es die Polizei NRW Euskirchen für erforderlich an folgende Mitteilung über ihren WhatsApp Kanal zu verbreiten:

„Schockanrufe häufen sich in Mechernich-Vussem

Die Polizei Euskirchen warnt erneut vor der Betrugsmasche. In den vergangenen Stunden wurden wieder viele Bürger des Kreises von falschen Polizisten angerufen. Alle Telefongespräche verliefen nach einem ähnlichem Muster. Die Betrüger gaben sich als Polizisten oder Familienmitglieder aus. Es wurde behauptet, dass ein nahes Familienmitglied einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem angeblich eine Person getötet wurde. Um dieses Familienmitglied aus der Haft entlassen zu können oder vor der Haft zu bewahren, müsse man eine Kaution zahlen. Im Anschluss bitten die falschen Polizisten um die Begleichung der Kaution und um eine Schweigepflicht. Die Polizei warnt nochmals ausdrücklich:

❗️Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und gehen Sie auf keinen Fall auf Geldzahlungsforderungen ein.

❗️Sollten Sie Opfer eines Betrugs werden, melden Sie sich bitte sofort bei der Polizei. Nur durch ein schnelles Einschreiten kann ein Betrug noch verhindert werden.

❗️Es wird nochmals darum gebeten, insbesondere ältere Angehörige 👵🏽 👴 über diese Betrugsmasche zu sensibilisieren.“

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