Vussemer Kirmes 2026 – Tradition, Musik und ein neuer Hahnenkönig

Am Freitag, den 18., war es wieder so weit: Die traditionelle Vussemer Kirmes wurde in der festlich geschmückten Turnhalle eröffnet. Die wochenlangen Vorbereitungen hatten sich sichtbar gelohnt. Die Halle bot den zahlreichen Gästen einen stimmungsvollen Rahmen für den Auftakt des Kirmeswochenendes.
Am Samstag stand zunächst der traditionelle Friedhofsgang auf dem Programm. Nach dem Besuch des Ehrenmals und der um 18 Uhr beginnenden Messe, die vom Kirchenchor und dem Musikverein musikalisch mitgestaltet wurde, ging es weiter zum Ortsbürgermeister Carsten Vogel. Gemeinsam mit dem letztjährigen Hahnenkönig Daniel Hecker empfing er die Kirmesgesellschaft und die Besucher zu Getränken und Schnittchen.

Natürlich durfte auch hier die Musik nicht fehlen. Der Musikverein Vussem spielte einige Stücke, bevor sich der Zug zur Kapelle bewegte. Dort wurde nach alter Tradition der Kirmesknochen ausgegraben und der Kirmes Pitter abgeholt.

Ab 21 Uhr übernahm dann die Band „Rock On“ das Kommando. Mit Livemusik sorgte sie für beste Stimmung und eine ausgelassene Partynacht.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Familien. Ab 11 Uhr begann der Frühschoppen und Familientag, musikalisch begleitet vom Musikverein Vussem.
Ein besonderer Höhepunkt jeder Vussemer Kirmes ist natürlich die Krönung des neuen Hahnenkönigs. Nachdem der treffsichere Titelverteidiger des vergangenen Jahres nicht noch einmal antreten wollte und sich die übrigen Kandidaten zunächst als erstaunlich wenig treffsicher erwiesen, stand am Ende fest: Der neue Hahnenkönig von Vussem heißt Stefan Schmitz!
Damit holte sich Stefan Schmitz nach seinem Titel als Prinz Karneval nun bereits seine zweite Vussemer Würde. Und damit ist auch gleich eine weitere Aufgabe klar: Das Straßenschild für den Hahnenkönig am Höhenweg muss neu montiert werden!
Zum Ausklang des Sonntags wurde es noch einmal zünftig. Ein bayrischer Nachmittag, musikalisch begleitet von den Uedelhovener Dorfmusikanten, sorgte für einen gelungenen Abschluss des Kirmestages.

Doch damit war die Kirmes noch nicht um eine weitere Geschichte reicher. Hubert Schmidt gewann ausgerechnet an seinem 70. Geburtstag das Schockerturnier – ein Geburtstag, den er damit sicherlich nicht so schnell vergessen wird.

Wie jede Kirmes hatte schließlich auch diese besondere Festwoche ihr traditionelles Ende. Am letzten Abend zogen Organisatoren, Besucher und Dorfbewohner gemeinsam durch den Ort. Begleitet von „Trauermusik“ und zahlreichen klagenden Stimmen wurde der Kirmes Pitter auf seinem letzten Weg mitgeführt.
Vor der Margaretenkapelle folgte schließlich die traditionelle Grabrede. Anschließend wurde der Kirmes Pitter verbrannt und der Kirmesknochen feierlich „beerdigt“.
Damit fand eine rundum gelungene Vussemer Kirmes ihr traditionelles und zugleich endgültiges Ende – bis es im nächsten Jahr wieder heißt: Kirmes in Vussem!
